Rechtsstreit zwischen Friedrich Leopold Freiherr von Fürstenberg zu Herdringen und Franz Clemens Freiherr von Fürstenberg wegen Besitzergreifung des freiadeligen Gutes Holdinghausen
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Fürstentum Siegen, Landesarchiv - Akten 21 I Nr. 28
F 003 Mittelrheinische Reichsritterschaft
Mittelrheinische Reichsritterschaft
1698, (1725-1735) 1758-1793
Enthaeltvermerke: Enthält u.a.: Prozessunterlagen mit abschriftlichen Beilagen und Notariatsinstrumenten; Korrespondenzen der Anwälte der sich streitenden Parteien mit der Freien Reichsritterschaft am Mittelrhein und in der Wetterau; Vollmacht des Friedrich Leopold Freiherr von Fürstenberg für den Advokaten Christian Henrich Hager (07.07.1791); Rechtsstreit zwischen Justus Henrich Müncker zu Keppel und Burgholdinghausen einerseits und dem Freiherrn von Fürstenberg und dessen Rentmeister zu Burgholdinghausen andererseits wegen einer Schuldforderung von 9834 Reichstaler 30 Albus (1725-1726, 1735, 1775, 1791-1793); Abschrift eines Pachtkontrakts vom 01.03.1725 über das Gut Holdinghausen; Spezifikation des von 1775 bis 1790 erlittenen Schadens durch nicht bezahlte Pacht des Gutes Holdinghausen Vollmacht des Justus Henrich Müncker für den Advokaten Johann Georg Runckel (26.03.1792); Rittersteuerrückstände des Freiherrn von Spieß zu Büllesheim, des Freiherrn von Brabeck und des Freiherrn C. L. von Fürstenberg vom freiadeligen Gut Holdinghausen (1785-1790); Beschwerde des Freiherrn von und zu Holdinghausen bei der Freien Reichsritterschaft in der Wetterau über die vom Bischof zu Hildesheim der Frau Maria Rosina von der Hees wegen Schuldforderungen beschlagnahmte Kupfererzgrube, mit Notariatsinstrumenten (1698); Notariatsinstrument betreffend Zeugenverhöre in einem Streit wegen der Stahlschmelze zwischen dem Freiherrn von der Hees zu Heppenheim einerseits und Jost Friedrich und Jacob Kemster (?) zu Müsen (1758); Rechtsstreit zwischen dem Drosten Freiherr von Brabeck einerseits und den Eheleuten Johann Philipp von der Hees und Maria Rosina von der Hees, geborene von Holdinghausen, modo Ritterrat Anselm Franz Freiherr von und zu der Hees wegen Aufhebung einer Exekutorialverordnung (1766); Verkauf des Gutes Holdinghausen durch den Freiherrn von Brabeck an die Freiherrn von Fürstenberg (1787-1788). Korrespondenten u.a.: Anwalt Christian Heinrich Hager, Rentmeister A. Hees (Holdinghausen), Notar Johann Wilhelm Boese (Herdringen), Justus Henrich Müncker (Burgholdinghausen und Keppel), Anwalt Duising, Notar Fr. Kohl (Siegen), Anwalt Johann Georg Runckel, Anwalt Schenck, Notar Henrich Weller, Kollektor Kluck (Burg Friedberg).
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:18 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.6. Außerwestfälische Territorien und Institutionen (F) (Tektonik)
- Mittelrheinische Reichsritterschaft (Bestand)