Gutsarchiv Piesdorf (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
H 179 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1549) 1565 - 1939
Benutzbarkeit: eingeschränkt benutzbar
Findhilfsmittel: Findbuch von 1986 (online recherchierbar); zum Teil unerschlossen.
Registraturbildner: Piesdorf gehört zur Stadt Könnern, Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt.
Piesdorf gehörte im 15. Jh. als Vorwerk zur Burg Alsleben der Erzbischöfe von Magdeburg. Das Erzstift fiel 1680 als Herzogtum Magdeburg an die Kurfürsten von Brandenburg und ging 1816 in der preußischen Provinz Sachsen auf, die bis 1945 bestand.
1479 gab Erzbischof Ernst von Magdeburg mit der Burg Alsleben auch das Vorwerk Piesdorf an Heinrich von Krosigk zu Lehen aus. 1664 teilten die Brüder Heinrich und Lorentz Adolph von Krosigk den Alslebener Besitzkomplex. Dabei erhielt Heinrich das Gut Piesdorf und die Gerichtsbarkeit über die Dörfer Gnölbzig, Nelben sowie Strenznaundorf, damals noch in zwei Dörfer Strenz und Naundorf unterschieden.
1754 ging das Gut an die von Wedell über, die 1868 ein Schloss im Stil der Neorenaissance errichten ließen. Sie besaßen 1785 die Patrimonialgerichtsbarkeit über Piesdorf, Gnölbzig, Nelben und Strenznaundorf sowie das Patronat über die Kapelle in Piesdorf, eine filia vagans unter den Pfarreien Belleben und Strenznaundorf. Ein 1705/12 greifbares Vorwerk in Gnölbzig erscheint im Verlauf des 18. Jahrhunderts auch als Rittergut, wurde aber weiterhin von Piesdorf aus mitverwaltet. Piesdorf blieb bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 in Familienbesitz.
Bestandsinformationen: Der Bestand wird auf Grundlage eines 2009 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt. Teil des Depositums ist auch Cop. 421c.
Nachdem 2007 die Retrokonversion der Verzeichnungsinformationen erfolgte, konnte 2016 der Bestand zur Online-Recherche freigeschaltet werden.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Findhilfsmittel: Findbuch von 1986 (online recherchierbar); zum Teil unerschlossen.
Registraturbildner: Piesdorf gehört zur Stadt Könnern, Salzlandkreis, Sachsen-Anhalt.
Piesdorf gehörte im 15. Jh. als Vorwerk zur Burg Alsleben der Erzbischöfe von Magdeburg. Das Erzstift fiel 1680 als Herzogtum Magdeburg an die Kurfürsten von Brandenburg und ging 1816 in der preußischen Provinz Sachsen auf, die bis 1945 bestand.
1479 gab Erzbischof Ernst von Magdeburg mit der Burg Alsleben auch das Vorwerk Piesdorf an Heinrich von Krosigk zu Lehen aus. 1664 teilten die Brüder Heinrich und Lorentz Adolph von Krosigk den Alslebener Besitzkomplex. Dabei erhielt Heinrich das Gut Piesdorf und die Gerichtsbarkeit über die Dörfer Gnölbzig, Nelben sowie Strenznaundorf, damals noch in zwei Dörfer Strenz und Naundorf unterschieden.
1754 ging das Gut an die von Wedell über, die 1868 ein Schloss im Stil der Neorenaissance errichten ließen. Sie besaßen 1785 die Patrimonialgerichtsbarkeit über Piesdorf, Gnölbzig, Nelben und Strenznaundorf sowie das Patronat über die Kapelle in Piesdorf, eine filia vagans unter den Pfarreien Belleben und Strenznaundorf. Ein 1705/12 greifbares Vorwerk in Gnölbzig erscheint im Verlauf des 18. Jahrhunderts auch als Rittergut, wurde aber weiterhin von Piesdorf aus mitverwaltet. Piesdorf blieb bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 in Familienbesitz.
Bestandsinformationen: Der Bestand wird auf Grundlage eines 2009 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt. Teil des Depositums ist auch Cop. 421c.
Nachdem 2007 die Retrokonversion der Verzeichnungsinformationen erfolgte, konnte 2016 der Bestand zur Online-Recherche freigeschaltet werden.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 3.6
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
14.04.2025, 08:12 MESZ