Erbschaftsstreit um die Hinterlassenschaft der Eheleute Gerhard von Berg gen. Durffendall zu Blens und Fliesteden und Maria Raitz von Frentz (wohl 1624 gestorben), deren mittlere Tochter Sibilla der Appellant und deren älteste Tochter der Appellat 1614 geheiratet haben. Die jüngste Tochter Anna ist mit Kaspar Raitz von Etgendorfvermählt. Streitig sind insbesondere das verschuldete Haus Blens (Stadt Heimbach, Kr. Schleiden) und die Höfe zu Lich (Leich) im Gericht Rödingen (Kr. Jülich) und zu Kelz (Gem. Vettweiß, Kr. Düren). Die Supplik des von Courtenbach an den Hof zu Düsseldorf 1625 wurde 1628 abgewiesen. Courtenbach appellierte an das RKG, da die Vorinstanz mit Extrajudizialurteil vom 18. Aug. 1637 die Sache an das Hauptgericht Jülich zurückverwies, das am 28. Sept. 1634 geurteilt hatte, daß Courtenbach den HofLich (Leich) an von Hersell abtreten müsse.
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Erbschaftsstreit um die Hinterlassenschaft der Eheleute Gerhard von Berg gen. Durffendall zu Blens und Fliesteden und Maria Raitz von Frentz (wohl 1624 gestorben), deren mittlere Tochter Sibilla der Appellant und deren älteste Tochter der Appellat 1614 geheiratet haben. Die jüngste Tochter Anna ist mit Kaspar Raitz von Etgendorfvermählt. Streitig sind insbesondere das verschuldete Haus Blens (Stadt Heimbach, Kr. Schleiden) und die Höfe zu Lich (Leich) im Gericht Rödingen (Kr. Jülich) und zu Kelz (Gem. Vettweiß, Kr. Düren). Die Supplik des von Courtenbach an den Hof zu Düsseldorf 1625 wurde 1628 abgewiesen. Courtenbach appellierte an das RKG, da die Vorinstanz mit Extrajudizialurteil vom 18. Aug. 1637 die Sache an das Hauptgericht Jülich zurückverwies, das am 28. Sept. 1634 geurteilt hatte, daß Courtenbach den HofLich (Leich) an von Hersell abtreten müsse.
AA 0627, 1210 - C 1027/2365
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 1. Buchstabe C
1637
Enthaeltvermerke: Kläger: Gerhard von Courtenbach zu Schönbach (Kr. Schleiden, „Schonbeck“), (Bekl.) Beklagter: Hans Wilhelm von Hersell zu Fliesteden (Gem. Hüchelhoven, Kr. Bergheim), (Kl.) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Hauptgericht (Schultheiß und Schöffen) zu Jülich 1628 - 1634 - 2. Jül. Rat (Kanzler und Räte) bzw. Kommissare des Hofgerichts zu Düsseldorf 1634 - 1637 - 3. RKG 1637/38 (1614 - 1638) Beweismittel: Teilungsvertrag von 1624 betr. Blens (4 - 6). Urkunde des Johann Wilhelm von Hersell von 1624 über den Erbvergleich (6 - 9). Rechnung des von Hersell über seine Schulden bei von Courtenbach (14 - 18). Quittungen von 1624 (40). Urkunde des von Hersell von 1626 (69 - 72). Urkunde des Kaspar Raitz von Etgendorf von 1624 über einen Vergleich zwischen ihm und seinen Schwägern von Hersell und von Courtenbach betr. Pfandverschreibung auf Lechenich (72f.). Verträge zwischen denselben von 1624 über die auf dem Hof Kelz lastende Pferdekur (74 - 76). Abrechnung zwischen Kaspar Raitz zu Etgendorf und Gerhard von Courtenbach (106 - 110). Rechnung/Liquidationszettel (134 - 141). Obligationen der Eheleute Gerhard von Berg gen. Durffendall und Maria Raitz von Frentz von 1615, 1617 und 1618 sowie verschiedene Quittungen und Schuldscheine (141 - 148). Pachtzettel von 1618 der Eheleute Gerhard von Berg gen. Durffendall zu Blens und Fliesteden und Maria Raitz von Frentz sowie Balduin von Berg gen. Durffendall einerseits und Franz von Einatten (Eynatten) sowie Adolf und Winand von Einatten andererseits (167 - 174). Rechnung von 1627 (177 - 180). Inventar (192 - 194). Rechnung des Gerhard von Berg gen. Durffendall von 1614 über die Ausgaben für die Kleider seiner Tochter Sibilla anläßlich ihrer Hochzeit (216 - 219). Inventar (225f). Rechnung über die Getreidepacht von 1626 - 1630 (226 - 229). Zeugenverhör (241 - 253). Rechnung (257f., 261f, 267 - 272). Urteil vom 28. Sept. 1634 (290 - 292). Prozeßkostenrechnung (386 - 390). Beschreibung: 8 cm, 398 Bl., gebunden; nur die Priora prod. 3. Okt. 1638 sind erhalten.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:19 MESZ
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