(Georg, Herzog von Sachsen)
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H 123, Nr. 2001 (Benutzungsort: Wernigerode)
Nr. 1
H 123 (Benutzungsort: Wernigerode) Gutsarchiv Kleinwölkau
Gutsarchiv Kleinwölkau >> 01. Patrimonialherrschaft >> 01.01. Grundlagen der Patrimonialherrschaft >> 01.01.01. Lehnssachen
1490 Nov. 26
Urkunden
Inhalt: Georg, Herzog von Sachsen, in Vertretung seines Vaters Albrecht, belehnt auf Ersuchen des Leonhard ("Linharten") von Scheidingen, gesessen zu Schenkenberg, dessen Ehefrau Jutta mit einem Leibgedinge ("Lipgedinge") in der Pflege Delitzsch. Dazu zählen ein Sattelhof zu Schenkenberg, der Sitz und das Vorwerk zu Wölkau ("Welchaw") mit "der kapellen lehen" und der vierte Teil zu Schenkenberg. Das Dorf Kertitz mit "zinsen, lohnen, dinsten und fischereyen und den gehultzen bis gen Schemckenberg an die male" mit Teichen und Teichstätten auf Kertitz und Ragitz. Außerdem sieben zum Vorwerk Wölkau gehörende freie Hufen, drei Höfe zu Naundorf und eine Hühnerwiese unter dem Burgstadel. Jutta von Scheidingen verpflichtet sich, vor dem Tode ihres Mannes keine weiteren Leibgedinge zu besitzen, zu halten und zu gebrauchen. Beim vorzeitigen Ableben ihres Mannes wird Jutta von Scheidingen von Doktor Johann von Pack und ihrem Bruder Dietrich Schicken bei der Verwaltung des Leibgedinges unterstützt und verteidigt.
Ankündigung des Siegels des Herzogs von Sachsen.
Datumszitat: "geben zu Dresdenn am Freytag nach Katharina virginis anno etc. XC.mo."
Ort: Dresden
Siegelreste/-verluste: Siegel fehlt
Beschreibstoff: Pergament
Ankündigung des Siegels des Herzogs von Sachsen.
Datumszitat: "geben zu Dresdenn am Freytag nach Katharina virginis anno etc. XC.mo."
Ort: Dresden
Siegelreste/-verluste: Siegel fehlt
Beschreibstoff: Pergament
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
17.04.2025, 15:27 MESZ