Maria geborene Hornung zu Silheim ("Silhain") [Gde. Bibertal/Lkr. Günzburg], die Witwe des Valentin Aubelin, bekennt, dass ihr mit Wissen und Zustimmung ihrer Träger Johann Hornung von Silheim und Johann Aubelin von Riedheim [Stadt Leipheim/Lkr. Günzburg] die Pfleger Albrecht Baldinger und Samuel Moll sowie der Hofmeister Johann Höpp des Heiliggeistspitals in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch 261/2, 254] auf Lebenszeit einen Hof in Silheim, der dem Spital der armen Sondersiechen zu St. Leonhard ("Lienhardt") in Ulm [abgegangenes Spital der Armen Siechen mit Kapelle St. Leonhard, Bereich Friedenstraße 40] gehört, verliehen haben. Diesen Hof hat zuvor ihr verstorbener Ehemann Valentin Aubelin bewirtschaftet. Sie verpflichtet sich, ihn in gutem Kulturzustand zu halten, nichts von seinen Zugehörungen zu verpfänden oder zu verkaufen und dem Spital davon jährlich 6 Imi Roggen, 6 Imi Fesen und 6 Imi Hafer Ulmer Maß, 4 Pfund Heller Heugeld, 4 Herbsthühner, 1 Fastnachtshuhn, 2 gemästete Gänse und 100 Eier nach Ulm zu liefern. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung sowie nach ihrem Tod fällt der Hof wieder an das Spital zurück.