Die Vorinstanz hatte den Appellanten aufgegeben, das strittige Gut ten Bücken oder Bückmannshof in der Bauerschaft Schönebeck unabhängig von dessen Rechtsstand binnen 6 Wochen von der Essener Münsterkirche zu gewinnen oder aber zu räumen, und sie zugleich von der Forderung des Appellaten auf Zahlung eines Pachtrückstandes freigesprochen. Die Appellanten sehen das Gut als ihr Eigentum und sich dessen ohne hinreichende Beweise durch die Forderung, es zu gewinnen, beraubt.
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Die Vorinstanz hatte den Appellanten aufgegeben, das strittige Gut ten Bücken oder Bückmannshof in der Bauerschaft Schönebeck unabhängig von dessen Rechtsstand binnen 6 Wochen von der Essener Münsterkirche zu gewinnen oder aber zu räumen, und sie zugleich von der Forderung des Appellaten auf Zahlung eines Pachtrückstandes freigesprochen. Die Appellanten sehen das Gut als ihr Eigentum und sich dessen ohne hinreichende Beweise durch die Forderung, es zu gewinnen, beraubt.
AA 0627, 766 - B 2067/6205
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1730-1778 (1328-1763)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Bückmanns Witwe (Margret) und Erben, nämlich die Söhne Herman (1748 Besitzer des Hofes) und Johann Gerhard Bückmann; 1748/49 auch Maria Woraths; Balthasar Bidtman; Johann Philip Luthe, Ehemann von Margarethe Bückmann; Christoph Bochholtz, Ehemann von Elisabeth Bückmann; Johann Wilms zu Lirich (Oberhausen) für sich und je einen Bruder und eine Schwester, die beide nicht schreiben können, (Bekl.) Beklagter: Der Rektor der Kirchenfabrik der Münsterkirche zu Essen, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Ulrich von Gülchen 1730 - Subst. Dr. Christian Hartmann von Gülich - Dr. Christian Hartmann von Gülich 1730 - Subst.: Dr. Johann Wilhelm Ludolf - Lic. Lucas Andreas von Bostell 1748, 1749 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Melchior Deuren 1730 - Lic. Johann Adam Bissing 1751 - Subst.: Lic. Henrich Joseph Brack - Lic. Damian Ferdinand Haas 1763 - Subst.: Lic. Joseph Spinola Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Fürstl. Kanzlei (Direktor und Räte) Essen 1715-1727 - 2. Fürstl. Kanzlei Essen mit Rat zweier unparteiischer Rechtsgelehrter 1727-1729 - 3. RKG 1730-1778 (1328-1763) Beweismittel: Acta priora (52-431) mit Rationes decidendi (432-469) und Relatio cum voto (470-479). Antonius gen. de Gerdappe überträgt sein Gut ten Bücken der Äbtissin und dem Kapitel der Kirche von Essen im Austausch gegen das Gut zu Leytken Bucholte, das er jure ministeriali haereditarie erhält, 1328 (58f.). Katharina, Äbtissin zu Essen, geb. Gräfin von Tecklenburg, genehmigt den Eheleuten Herman und Anna ten Bücken die Anlage einer erbl. zu besitzenden Mühle auf dem Bach (Becke), der längs des Frohnhausener Holzes von der Barigsmühle kommt und durch ihr Gut zum Bücken fließt, 1553 (73-75). Auszug aus der Essener Landmatrikel, Bückmans Gut und seine Pertinentien betr. (75-77). Kirchenrechnungen, 1447-48, hier Johann ten Bücken betr. (93). Sam in Gerbecke und seine Ehefrau Lute verkaufen dem Werkmeister zu Essen zu Behuf des Werks 3 ½ Morgen Land, von denen einer in dem Feld ten Bücken gelegen ist (genaue Lagebeschreibung) (93f.). Auszug aus den Kirchenrechnungen von 1502, betr. Wilhelm ten Bücken (94f.). Auszüge aus der Rechnung der Kirchenfabrik (Werk), 1535-1614 (97f.). Auszug aus dem Verzeichnis der Rückstände aus den Kirchenrechnungen, 1633- 1657 (98). Auszüge aus der Fabrikrechnung, 1680-1692 (232f.). Stammtafel von Herman (442). Beschreibung: 9 cm, 554 Bl., lose; Q 1-21; gemäß Protokoll und Prod.-Vermerk müßte das als Q 13 bezeichnete Aktenstück richtig Q 14* sein und die folgenden Beilagen Q 13; Deckblatt des Protokolls nur fragmentarisch erhalten.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:08 MESZ
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Hierarchie Detailansicht
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- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
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- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)