Urkunde Nr. 54 - Rentbrief
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A-AUS, 54
A-AUS Allgemeine Urkundensammlung
Allgemeine Urkundensammlung >> 1401-1500
6. Februar 1460 (feria quinta proxima post festum purificatione beate Marie virginis)
Heinrich Warendorf (Hinrick Warendorp), Bürger zu Münster, und seine Frau Wybbeke (Webleke syn echte husfrouwe) verkaufen (dem Priester?) Godert Saggele aus Münster (Goderde Saggele ... Munster) eine auf Maria Lichtmess (alle Jar up de hilligen hochtyd purificatione geheten Lechtmysse; 2. Februar) fällige Rente in Höhe von 4 münsterschen Schillingen (veyr schillinge geldes pennynge to Munster genge und geve) aus ihrem Erbe Walgardinck und dem Zubehör im Kirchspiel Havixbeck (uth eynen erven ... Walgardinck und uth syner alnigen tobehoringe So dat ys belegen in dem kerspele to havikesbeke) für 6 Mark (vor Sessmarck der vorg. munte). Das Erbe ist bereits mit einer Rente von fünfzehn Schillingen und einer münsterschen Mark belastet (viffteyn schilling geldes und eyne marck järlix Rente nach zate der stad Münster). Die Verkäufer geloben Währschaft. Heinrich Warendorf kündigt sein Siegel an.
Original Pergament Niederdeutsch, Siegel und Pressel verloren. An beiden Seiten beschnitten. Diente als Umschlag zum Schatzungsregister der Aegidiileischaft von 1623.
Archivale
Bürgen/Zeugen: Zeugen: Heinrich Kleihorst (Hinrick cleyhorst), Johann Lydermann (Johan Lyderman) und Kersten Zedeler (Kerstyn Zedeler), Bürger zu Münster.
Rückvermerk: Umschlag Schatzung Ägidi 1623 (2. Hälfte 20. Jh.)
Rückvermerk: Umschlag Schatzung Ägidi 1623 (2. Hälfte 20. Jh.)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:51 MEZ