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Rechnung 1722/23
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 256 Landschreiberei
Landschreiberei >> Bände
1722-1723
Einnahmen aus Schuldrückzahlungen und Gülten sowie aus den Ämtern (grundherrliche Abgaben, Zoll, Geleit etc.), Ausgaben für Schulden, Zinsen, Botenlöhne, Geschenke, Dienstleistungen usw.
Einträge mit Bezug zu (kunst-)handwerklichen Erzeugnissen u.a.:
Ausgaben für Juweliere und Goldschmiede:
- Fortsetzung der in der letzten Rechnung dokumentierten Transaktionen in der Schuldsache Aaron Beer, Jude zu Frankfurt (fol. 494).
- Schuldentilgung bei Wilhelm Michael Rauner, Silberhändler zu Augsburg (Nr. 783-798, fol. 494v-497v).
- Arbeiten von Goldarbeiter Wild (Ordenskreuze, Nr. 799f, Brilliantierung einiger Dicksteine für den Erbprinzen, Nr. 800 1/2-801, fol. 498r).
Ausgaben für Kaufmannswaren:
- Zahlungen für 1706 angeschaffte Tapisserien und Rheinwein an den sachsen-gothaischen Rat von Fleischbein für sich und seine Schwägerin, die Witwe des Kaufmanns Nikolaus Lang zu Frankfurt (fol. 499v).
- Glasgeschirr für Silberkammer, Hauskellerei, Kaffeekammer und Konfektkammer (u.a. ein geschnittener Ordenspokal, Nr. 850) und Spiegel von der Spiegelfabrik in Stuttgart (Nr. 823-825, fol. 507r, Nr. 828-850, fol. 507v-508v).
- Möbel
-- für das Lusthaus (Sechs neue Sesselgestelle, Nr. 826, fol. 507r);
-- von Brentano und Co. (neue "Meubles" für das Hubertusfest, Nr. 827, fol. 507r);
-- von Tapezier Eib (sogenannte holländisch- und vertiefte Bettlade für den Herzog, fol. 509r).
Ausgaben auf besonderen fürstlichen Befehl:
- Ausstände bei dem Grafen von Harrach zu Wien für goldene "Gallonen", die (vor einigen Jahren) beim Zollamt zu Freudenstadt konfisziert wurden (fol. 524r).
- Erstellung eines Silber- und Zinninventars (Nr. 964, fol. 534r).
Ausgaben für Handwerker:
- Bildhauer
-- Caspar Seefrid (Arbeit an der fürstlichen Tafel im Neuen Bau, Nr. 1108, fol. 559r);
- Maler:
-- Johann Liebkopf (Nr. 1124, fol. 563v);
-- Friedrich Gottlieb Müller (Nr. 1125, fol. 563v);
-- Johann christoph Groth (Nr. 1125 1/2, fol. 563v).
- Tapezier:
-- Christoph Schmid (fol. 572r);
-- Tellier (Nr. 1176ff, fol. 572v).
- Dreher:
-- Johann Christoph Schumann (Kronleuchter auf das Lusthaus u.a., Nr. 1184-1187, fol. 573v).
- Außerdem Buchdrucker, Bürstenbinder, Glaser, Glockengießer, Hafner, Gipser, Kübler, Kupferschmiede, Maurer, Messerschmiede, Seiler, Sattler, Schleifer, Schlosser, Schneider, Schreiner, Schuhmacher, Siebmacher, Wannenmacher.
Ausgaben für Zehrungen:
- Reisespesen der Tapeziere Schmid und Christlieb nach Ludwigsburg (Nr. 1277f, fol. 584v).
627 Bl.
Folio (Höhe x Breite)
Amtsbücher, Register und Grundbücher
Sprache: Deutsch
Normformat: Folio
Beer, Aaron; Jude zu Frankfurt
Brentano; Handelsmann
Christlieb, Friedrich August; Hoftapezier
Eyb, Johann Andreas; Tapezier
Fleischbein, von; sachsen-gothaischer Rat, Frankfurt
Grooth, Johann Christoph; Hofmaler, Galerieinspektor, 1687-1764
Harrach, Graf von; Wien
Lang, Nikolaus; Kaufmann, Frankfurt
Liefkoop, Johann; Maler
Müller, Friedrich Gottlieb; Maler
Rauner, Wilhelm Michael; Goldschmied, Augsburg
Schmidt, Johann Christoph; Tapissier
Schumann, Johann Christoph; Dreher
Seefried, Johann Kaspar; Bildhauer
Wild, Jeremias; Goldarbeiter
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.