Kauf-/Rentenbrief
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B-KR, Kauf- und Rentenbriefe Nr. 16
B-KR Kauf- und Rentenbriefe
Kauf- und Rentenbriefe >> 1501-1600
15. März 1567
Vor dem Offizialat des Hofes zu Münster verkauft Gerdrut Schade, Witwe Meister Schade, Anwalt des Gerichtshofes zu Münster, im Beisein von Hinrich Modersonne, Johan Schade, Licenciat der Rechte, und Hinrich Louwerman, Bürger zu Münster, als Mumbare und Vormünder der o. g. Witwe und ihres Sohnes Johan Schade, eine Rentverschreibung von 15 rhein. GG. jährlich aus dem Erbe und Gütern der Kirche zu Velen an Balthasar van Buren, Kantor. Die o. g. Rente war 1. von den Provisoren der Kirche an die Testamentsvollstrecker der + Anna Hilmerinckg für deren minderjährige Kinder verkauft worden (Kaufbrief beginnt: "Wy Officiail geistl. Richter", endet "1547 IX 28"), 2. Hinrich Louwerman und seiner Frau Anna, Tohter o. g. Anna Hilmerinckg, zugefallen, die sie 3. an Hinrich van Plettenberch, Zeit seiner Lebens Domscholaster der Kirche zu Münster, weiterverkauten (Kaufbrief beginnt "Wy Officiail des hoves tho münster ordentlicher Richter", endet "1552 III 18"), dessen Testamentsvollstrecker die Rentverschreibung schließlich 4. an o. g. Ehepaar Meister Franz Schade und Frau Gerdruit auf ihre Forderung aus dem Testament des Domdechanten Diederich Schade hin überschreiben (Willbrif beginnt: "Wyr Georgen van Haetzfeldt, Domdechant", endet: "1553 VI 1").
Perg.Urk., Siegel o. g. Hofes.
Archivale
Bürgen/Zeugen: Zeugen:
Johannes Balcke, Vikar zu St. Ludger in Münster, und M. Hinrich Wolterman, Prokurator o. g. Hofes.
Johannes Balcke, Vikar zu St. Ludger in Münster, und M. Hinrich Wolterman, Prokurator o. g. Hofes.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:13 MEZ