Maria Francoise Soubois, ungefähr 70 Jahre alt, ge
Vollständigen Titel anzeigen
K/80
G 1 Grefrath Urkunden und ältere Akten bis 1848 Grefrath Urkunden und ältere Akten bis 1848
Grefrath Urkunden und ältere Akten bis 1848 >> Urkunden
1733 August 13
Regest: Maria Francoise Soubois, ungefähr 70 Jahre alt, geboren zu Bergen im Hennegau, die seit Januar 1728 als bettlägerig Erkrankte in dem zur Dorenburg gehörenden Niederhof liegt, erklärt, daß sie seitdem durch den Pächter Willem Huysers und seine Hausfrau Jenneken verpflegt wurde. Im einzelnen besorgten diese das Heizen der Stube, die Herrichtung eines Milchbreies des Morgens und des Abends durch die Frau des Pächters oder ihre Tochter Stienken, das Zurechtmachen des Bettes und das Vorwaschen der Leinwand, wenn diese stark verschmutzt war. Dagegen haben die Mägde des Schultheißen Willem de Boom die Kranke mit Speise und Trank versorgt, auch die gesamte Leinwand gewaschen und ausgebessert. Für die erwiesenen Dienste hat sie der Hausfrau Jenneken und ihrer Tochter geschenkt: einen goldenen Trauring, 29 Schillinge wert, ferner 8 Schillinge in bar, ein silbernes Anhängsel, ein Nesseltuch, einen roten friesischen Unterrock, ein Hemd und 2 Bettücher. An den Schultheißen haben die Pächter keinen Anspruch auf Vergütung gerichtet. Zeugen: Hennes Dietges und Peter Pesch, Schulmeister.
Or. Pap., ein Bogen.
Urkunden
Soubois, Maria Francoise
Huysers, Willem
Huysers, Jenneken
Huysers, Stienken
Boom de, Willem
Dietges, Hennes
Pesch, Peter
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:20 MEZ