Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um die Auszahlung angelegter Kapitalien
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(1) 1817
Wismar K 192 (W K n. 192)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 06. 1. Kläger F
(1770-1773) 28.05.1773-06.10.1773
Kläger: (2) Klosterhauptmann August Friedrich von Strahlendorf zu Dobbertin sowie der Rat Christoph Sengebusch zu Bolland als Vollstrecker des Kohlhanseschen Testaments
Beklagter: Patrone, Inspektoren und Provisoren der Heilgeist- und Marienhebung in Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Christoph Sengebusch (A), Dr. Christoph Erich Hertzberg (P) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Ungnade (P)
Fallbeschreibung: Kl. hatten Kapitalien im Wert von 6.000 Rtlr, die in den geistlichen Hebungen in Warckstorf, Wendorf und Triwalck angelegt waren, ordnungsgemäß im Januar 1773 bei Bekl. gekündigt, um sie im Mecklenburgischen Landkasten zinsbar anzulegen. Da die Bekl. das Geld jedoch nicht freigeben und Kl.n dadurch Schadensersatzforderungen des Landkastens drohen, bitten Kl. das Tribunal, den Bekl. die Freigabe des Kapitals zu Trinitatis 1773 zu befehlen. Das Tribunal erläßt ein entsprechendes Mandat am 29.05., am 02.06. erklären Bekl., sie würden nicht über soviel Bargeld verfügen, hätten Kl. aber angeboten, sie in Obligationen auszuzahlen, die sie in Mecklenburg angelegt haben. Da Kl. dies ablehnen, bezweifeln Bekl., daß Kl. das Geld wirklich wieder im Landkasten anlegen wollten und bitten, Kl. entweder zur Annahme der mecklenburgischen Obligationen oder zur Geduld bis Antoni 1774 anzuweisen, bis zu welchem Zeitpunkt sie das Bargeld beschaffen wollen. Das Tribunal fordert Kl. am 02.06. zur Antwort auf, diese bestehen am 27.08. auf barer Auszahlung der Kapitalien. Das Tribunal fordert am 01.09. abschließende Stellungnahme der Bekl., am 04.10. bitten Kl. um Verschärfung des Mandats, da Bekl. ihm bisher keine Folge geleistet haben und erhalten am 05.10.1773 ein entsprechendes Mandat.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1773
Prozessbeilagen: (7) notarielle Kündigung des Kapitals durch G.M. Hermes vom 19.01.1773; Schreiben des Landkastenverwalters C.H. Siverts an Kl. vom 21.05.1773; Schreiben der Kl. an Landrat Schlaff vom 14.02. und 20.05.1773; Bestätigung einer Obligation des Kammerjunkers von der Lühe durch Herzog Friedrich von Mecklenburg vom 10.12.1770
Beklagter: Patrone, Inspektoren und Provisoren der Heilgeist- und Marienhebung in Wismar
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Christoph Sengebusch (A), Dr. Christoph Erich Hertzberg (P) Bekl.: Dr. Joachim Christoph Ungnade (P)
Fallbeschreibung: Kl. hatten Kapitalien im Wert von 6.000 Rtlr, die in den geistlichen Hebungen in Warckstorf, Wendorf und Triwalck angelegt waren, ordnungsgemäß im Januar 1773 bei Bekl. gekündigt, um sie im Mecklenburgischen Landkasten zinsbar anzulegen. Da die Bekl. das Geld jedoch nicht freigeben und Kl.n dadurch Schadensersatzforderungen des Landkastens drohen, bitten Kl. das Tribunal, den Bekl. die Freigabe des Kapitals zu Trinitatis 1773 zu befehlen. Das Tribunal erläßt ein entsprechendes Mandat am 29.05., am 02.06. erklären Bekl., sie würden nicht über soviel Bargeld verfügen, hätten Kl. aber angeboten, sie in Obligationen auszuzahlen, die sie in Mecklenburg angelegt haben. Da Kl. dies ablehnen, bezweifeln Bekl., daß Kl. das Geld wirklich wieder im Landkasten anlegen wollten und bitten, Kl. entweder zur Annahme der mecklenburgischen Obligationen oder zur Geduld bis Antoni 1774 anzuweisen, bis zu welchem Zeitpunkt sie das Bargeld beschaffen wollen. Das Tribunal fordert Kl. am 02.06. zur Antwort auf, diese bestehen am 27.08. auf barer Auszahlung der Kapitalien. Das Tribunal fordert am 01.09. abschließende Stellungnahme der Bekl., am 04.10. bitten Kl. um Verschärfung des Mandats, da Bekl. ihm bisher keine Folge geleistet haben und erhalten am 05.10.1773 ein entsprechendes Mandat.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1773
Prozessbeilagen: (7) notarielle Kündigung des Kapitals durch G.M. Hermes vom 19.01.1773; Schreiben des Landkastenverwalters C.H. Siverts an Kl. vom 21.05.1773; Schreiben der Kl. an Landrat Schlaff vom 14.02. und 20.05.1773; Bestätigung einer Obligation des Kammerjunkers von der Lühe durch Herzog Friedrich von Mecklenburg vom 10.12.1770
Akten
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
29.10.2025, 11:27 AM CET