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Erkanbald, Erzbischof von Mainz und Prokurator des Klosters
Fulda, lässt auf Bitten des Grafen Lando, Vogt von Fulda, zur Vermeidung
von Streit di...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 901-1050
[1011] Juni 14
Ausfertigung, Pergament, durchgedrücktes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Scripta sive data XVIII Kalendas Iulii anno primo pontificatus domni Erchanbaldi archiepiscopi qui est annus DCCCCLXXXVI ab incarnatione Domini indictione VII; actum Fulde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Erkanbald, Erzbischof von Mainz und Prokurator des Klosters Fulda, lässt auf Bitten des Grafen Lando, Vogt von Fulda, zur Vermeidung von Streit die Grenzen der Vogtei dieser Kirche feststellen, die sie zur Zeit Sigiharts, Abt von Fulda, nach dem Zeugnis noch lebender Greise gehabt haben. In der Grenzbeschreibung genannte Orte und Flüsse: die Jossa, die Fulda, der Wald Branfirst, die Haune, Friesenhausen, (Ruothardes), Aulaberg [?] (Owelesberc), Dietershausen, Hergenfeld [?] (Hergenfelt), die Hart [?] (Hart), (Haholdesbach), Sanzenrode (Sancenrohd), (Reidelberch), Lautertal [?] (Luthram), Oberrode (Ougenroht), Mittbach, die Fulda, Schmalnau, Pfaffenweg (clericorum via), (Tugilhoubeth), (Tugilum), (Scanfuldam), Haimbach (Hegibach), (Amenbrunnun), (Steinenstamph), die Schwarzbach (nigram Calbaha), die Weißbach [?] (puram Calbaha), die Flieden, Weidmannsbrück [?] (Weidemannesbruggun), Reinnweg [?] (Reinneuuech), (Steckandenstein), (Mosam), [Bad] [Salz-]Schlirf, Herbstein, (Reggisesfelt), Schlitz, (Meisengescead), die Jossa, Fulda. Siegelankündigung. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Erzbischof Erkanbald
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Mainzer UB I, Nr. 251
Die Fälschung aus dem 12. Jahrhundert hat vermutlich eine Notiz der Jahrtausendwende zur Grundlage. Vgl. zum Siegel Posse, Siegel der Erzbischöfe und Kurfürsten von Mainz, Tafel 1, Nr. 5 und die Vorbemerkung in Mainzer UB I, Nr. 251: es handelt sich um ein für das 11. Jahrhundert einzigartiges Brustbild im Profil.
Die Datierung erfolgt nach den Amtsjahren Erkanbalds.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.