Vor dem Notar Otto Rennecher appelliert der Prokurator Conrad Bodecher (Bodeker) namens seines Klienten Victor Steinhaus von einem am 5. März von dem fürstlichen Gogericht in Osnabrück unter Vorsitz des Gografen Lic. Jacob Varmeyer in dem Prozess der Gebrüder Victor und Jürgen Steinhaus (letzterer verstorben) gegen Herbord v. Haren wegen dreier Stücke Erblands gefällten Urteil an den Landesherrn, Philipp Sigeismund, postulierten Bischof von Osnabrück und Verden, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, dessen Hofgerichts- und Generalkommissare bzw. die sonst zuständige höhere Instanz. Zeugen: Franciscus Kramer, Domvikar in Osnabrück, Johannes Schafferus, Schreiber des Domdechanten Benedict Korff. Osnabrück Original auf Pergament Notariatsinstrument mit Signet des Otto Rennecher. Rückseitevermerk des Notars über die am 22. März in Gegenwart der Zeugen Conradt Kramer und Conradt Nottbeck, beide Bürger in Osnabrück, erfolgte Insinuation des Appellationsinstruments
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Vor dem Notar Otto Rennecher appelliert der Prokurator Conrad Bodecher (Bodeker) namens seines Klienten Victor Steinhaus von einem am 5. März von dem fürstlichen Gogericht in Osnabrück unter Vorsitz des Gografen Lic. Jacob Varmeyer in dem Prozess der Gebrüder Victor und Jürgen Steinhaus (letzterer verstorben) gegen Herbord v. Haren wegen dreier Stücke Erblands gefällten Urteil an den Landesherrn, Philipp Sigeismund, postulierten Bischof von Osnabrück und Verden, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, dessen Hofgerichts- und Generalkommissare bzw. die sonst zuständige höhere Instanz. Zeugen: Franciscus Kramer, Domvikar in Osnabrück, Johannes Schafferus, Schreiber des Domdechanten Benedict Korff. Osnabrück Original auf Pergament Notariatsinstrument mit Signet des Otto Rennecher. Rückseitevermerk des Notars über die am 22. März in Gegenwart der Zeugen Conradt Kramer und Conradt Nottbeck, beide Bürger in Osnabrück, erfolgte Insinuation des Appellationsinstruments
NLA OS, Rep 3, Nr. 2122
NLA OS, Rep 3 Osnabrücker Hauptarchiv - Urkunden
Osnabrücker Hauptarchiv - Urkunden >> 1 Urkunden
11.03.1600
Verzeichnung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 11:09 MESZ
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