F 140 - C. & F. Fraling GmbH & Co. Textilwerke (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv (Archivtektonik) >> F - Firmen
1886-1996
Firmensitz: Nordwalde Branche: Textilindustrie (Leinenweberei) 1879: Gründung der Firma C. & F. Fraling oHG durch die Vettern Carl Fraling (1833-1911) und Felix Fraling (1832-1926); gehandelt wird mit Leinen-Produkten (hergestellt von Heimarbeitern am Ort) 1890: Umwandlung des Betriebes in einen zentralen Fabrikbetrieb ("Mechanische Weberei") 1910: Eintritt von Ludwig Fraling (1887-1966), Sohn von Felix Fraling, in das Unternehmen 1922: Umwandlung in eine KG. Persönlich haftende Gesellschafter: Felix Fraling, Ludwig Fraling, Richard Mummenhoff. Produktionsschwerpunkte: Bett- und Tischwäsche, Geschirrtücher. 1931: Übernahme der Konkurrenzfirma Temme & Co. (Nordwalde) 1945: 70 Arbeiter und Angestellte 1954: Wirtschaftskrise: Kurzarbeit und Entlassung verheirateter Frauen. Karl-Ludwig Fraling tritt in die Firma ein. 675 Mitarbeiter 1959: 986 Mitarbeiter 1964: Stillegung der Weberei Temme 1973: Übernahme der Fa. F. Mülder & Sohn (Emsdetten) 1978: Tod von Karl-Ludwig Fraling 1983: Umzug der Weberei Mülder aus Emsdetten nach Nordwalde zur Firma Fraling 1995: Konkurs 6 m Im Bestand befinden sich sowohl Unterlagen der Fa. Fraling wie der von dieser übernommenen Firmen Temme & Co. (Nordwalde) und F. Mülder & Sohn (Emsdetten). Im einzelnen enthält der Bestand: Geschäftsbücher (Hauptbücher, Journale, Briefkopierbuch, Bilanzen, Kassabücher, Produktionsbücher, Weber-Bücher, Retouren-Bücher); Beschäftigte (Löhne, Arbeitsleistungen, Unfall- und Krankenversicherung); Festschriften; Betriebsfeste; Biographie Ludwig Fraling; Gesellschafter; Betriebsprüfungen; Temme & Co. GmbH; Preise; Aufträge; Kundenlisten und -gutschriften; Musterkollektionen; Spenden; Grundstücke; Abwässer der Bleicherei-Anlage; Wasserrechte; Fotografien (u.a. Betriebsfeste, Porträts der Firmeninhaber, Werksansichten), 1930-1984.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ