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Bürgermeister und Rat der Stadt Ulm bekennen: Vor ihnen im Rat sind die Ratsherren Eitel Gienger und Andreas ("Endriß") Scheler sowie der Bürger Philipp Besserer von Thalfingen [Gde. Elchingen/Lkr. Neu-Ulm] als Bevollmächtigte der Gläubiger des Dietrich Schirnagel und des Alban Scheler erschienen. Sie berichten, dass sie ein Haus in Ulm mit Hofstatt, Hof und Stadel am Scheffelmarkt [der Bereich, wo heute der Münsterplatz in die Neue Straße übergeht] für 1300 Gulden Ulmer Stadtwährung an den Apotheker David Regulus Villinger [Gründer der Mohren-Apotheke in Ulm] verkauft haben. Davon sind jährlich 20 Goldgulden an den Ulmer Bürger Anton Breunlin zu entrichten. Der Käufer hat sie nun um die Beurkundung des Verkaufs gebeten. Dazu sind sie aber nicht in der Lage, da nicht alle Gläubiger anwesend sind. Daher ersuchen sie den Rat um Auskunft darüber, wie dieser Verkauf beurkundet werden kann. Die Ratsherren entscheiden daraufhin nach Untersuchung der Angelegenheit, dass das Haus und seine Zugehörungen zum gängigen Marktwert verkauft wurden und der Erlös aus dem Verkauf an die Gläubiger geflossen ist. Sofern dem Käufer daher sein Kauf unter dem Stadtgerichtssiegel beurkundet wird, erlangt dieser Rechtskraft.

Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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