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Nachlass Erhardt Klonk (Bestand)

Verzeichnungsstufe:
Bestand
Bestandssignatur:
Landeskirchliches Archiv Kassel, H Klonk, E.
Kontext:
Landeskirchliches Archiv Kassel (Archivtektonik) >> Nachlässe
Bestandsbeschreibung:
Bestandsbeschreibung und Benutzungshinweise
Der Nachlass Erhardt Klonk füllt zwei Schubladen in A 0-Planschränken. Er umfasst 177 Verzeichnungseinheiten mit einer Gesamtlaufzeit von 1930 bis 1983 und enthält Aquarelle und Zeichnungen. Erhardt Klonk fertigte sie im Maßstab 1 : 10 als Entwürfe für Glasfenster und Wandgestaltungen in vorrangig sakralen Gebäuden, aber auch öffentlichen und privaten Räumen.
Nach Kontakten mit Dr. Götz J. Pfeiffer, dem Kunstreferenten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, erwog Erhardt Jakobus Klonk 2011, die Entwürfe seines Vaters Erhardt Klonk als Nachlass an das Landeskirchliche Archiv Kassel abzugeben. Die Archivleiterin Dr. Bettina Wischhöfer vereinbarte bei einem Gespräch in seinem Atelier in Oberrosphe die Übernahme, der Transsport erfolgte durch Mitarbeiter des Landeskirchlichen Archivs im Herbst 2011.
Die Entwürfe aus dem Nachlass wurden im Frühsommer 2012 von dem Unterzeichneten verzeichnet, parallel digitalisiert und in säurefreies Material verpackt. Es ist geplant, einen Zugriff auf die Digitalisate im Internet zu ermöglichen. Die von Lena Kessel herausgegebene Publikation macht deutlich, dass Klonks künstlerisches Gesamtwerk umfangreicher ist als der abgegebene Nachlass.
Das Findbuch wurde mit AUGIAS-Archiv 8.3 erstellt. Jede Verzeichnungseinheit enthält die Bestellnummer und als Titel die Angaben zum Ort und Gebäude sowie zu dessen Bau- oder Ausstattungsteilen, die auf den Entwürfen dargestellt sind. Vermerkt sind zudem das Motiv und das Material des geplanten Objekts und die Größe des Entwurfs. Dabei bezeichnet der erste Wert die Länge und der zweite die Breite in Zentimetern. Die fortlaufenden Indexnummern sind mit dem Ortsindex verknüpft.
Bei der Benutzung des Bestandes Nachlass Erhardt Klonk sind die Bestimmungen des Archivgesetzes der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 26. April 1997 (KABl. 1997 Nr. 6 S. 117 - 120) einzuhalten.
Als Zitierweise wird empfohlen: Landeskirchliches Archiv Kassel: H Nachlass Erhardt Klonk. Nr. …
Kassel, den 15. Juni 2012
(Thomas Gothe, Archivsachbearbeiter)
Erhardt Klonk
Erhardt Klonk wurde am 20. Juni 1898 in Rinteln geboren und starb am 4. März 1984 in Marburg.
Seine Jugend verbrachte er in Marburg. Nach dem Ersten Weltkrieg, in dem er schwer verwundet wurde, studierte er bei Otto Ubbelohde in Goßfelden.
Von 1921 bis 1926 besuchte Klonk die Münchener Akademie. In dieser Zeit nahm er, neben dem Kunststudium, auch Gesangs- und Schauspielunterricht.
Ende der 1920er Jahre ging er wieder zurück nach Marburg und begann, sich intensiv mit der Glasmalerei zu beschäftigen. In Marburg begründete er 1937 eine kleine Werkstatt.
Im Jahr 1935 bekam er eine Anstellung als Lehrbeauftragter an der Kunstakademie in Düsseldorf; im Zweiten Weltkrieg musste er diese Tätigkeit aufgeben und sich wieder der Schauspielerei und Bühnenbildnerei zuwenden.
Mitte der 1950er Jahre gründete er wiederum eine eigene Glasmalerwerkstatt, in der einer seiner fünf Söhne, Erhardt Jakobus, mitarbeitete.
Erhardt Klonk schuf neben Glasfenstern in evangelischen und katholischen Kirchen, und öffentlichen Gebäuden auch Kabinettscheiben (Glasfenster in Privathäusern) und Sgrafitti. Zudem gehören Wandmalereien, Mosaike und Zeichnungen zu seinem Werk.
Literatur:
Kessel, Lena (Hg.): Erhardt Klonk. Darmstadt 1963.
Rechteinformation:
Rechteinformation beim Datenlieferanten zu klären.