F 81 - Gussstahl-Werk Witten (Bestand)
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Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv (Archivtektonik) >> F - Firmen
1862-1952
Firmensitz: Witten Branche: Eisen- und Stahlindustrie (Gußstahlwerk) 1853/54 Berger & Co. 1873 Gründung der Gussstahl- und Waffenfabrik Witten vormals Berger & Co. 1881 (Nov.) Gründung der Firma "Gussstahl-Werk Witten" nach mehreren ergebnislosen Sanierungsversuchen der Gussstahl- und Waffenfabrik Witten (Liquidation Sept. 1881); Einstellung der Gewehrfertigung; Produktion von Schmiedestücken, Stahlgußteilen, Blechen und seit 1890 auch Geschossen 1899 Kauf der Germaniahütte bei Grevenbrück von der Firma Gabriel, Bergenthal & Co., Warstein 1907/08 Errichtung eines neuen Siemens-Martin-Stahlwerkes 1914-1918 Rüstungsproduktion 1917 Erwerb der Anlagen und Grundstücke der Wittener Glashütten-AG 1922 Gebr. Stumm GmbH erwirbt die Aktienmehrheit (bis 1926) 1923 Übernahme der 1849 errichteten Firma Gustav Brinkmann & Co., Witten Juli 1923 - Feb. 1924 Betrieb infolge der Ruhrbesetzung stillgelegt 1926/28 Einbringung in die Vereinigte Stahlwerke AG 1930 Einbringung in die neu gegründete Ruhrstahl AG, einer Tochter der Vereinigten Stahlwerke. Zur Ruhrstahl AG gehörten ferner: Henrichshütte Hattingen der Henschel & Sohn AG, Kassel; Werke Oberkassel und Gelsenkirchen der Rheinisch-Westfälische Stahl- und Walzwerke AG, Gelsenkirchen; Annener Gussstahlwerk, Witten-Annen; Werk Brackwede der Vereinigte Press- u. Hammerwerke Dahlhausen-Bielefeld AG. 39 m 1. Geschäftsbücher Hauptbuch 1927-1933 (1); Bilanzbücher (1881-1895, 1910-1934); Wechselbuch 1930-1934 (1); Maschinenbücher 1889-1893, 1899-1907, 1907-1916 (darin Materiallieferungen und Arbeitslöhne) (3); Lohnbücher 1891-1922 (45). 2. Akten insbesondere: Aufsichtsratssitzungen 1883-1929; Gründungs- und Generalversammlungen 1873-1926; Prokuraübersicht 1881-1925; Geschäftsberichte (Monatsberichte) 1881-1930; Bilanzen 1881/82-1928/29; Korrespondenz des Vorstandes 1881-1932; Aktien und Aktionäre 1896-1932; Geschäftskorrespondenz 1889-1902, z.B.Artilleriewerkstatt Danzig 1889-1898; Produktion, insbesondere Blechwalzwerk; Schrottgemeinschaft1926-1929; Gutachten für Gewehre und Kanonen 1895-1909; Produktionsstatistiken 1914-1932; Heereslieferungen (u.a.: Artillerie-Prüfungskommission 1911-1914; Königliches Feuerwerks-Laboratorium/Feuerwerks-Laboratorien Siegburg und Spandau 1906-1919; Geschoßfabrik Spandau 1901-192; Geschützgießereien Ingolstadt und Spandau 1890-1919; Artilleriewerkstätten Danzig, Lippstadt und Spandau 1889-1919; Gewehrfabriken Amberg, Danzig, Erfurt und Spandau 1895-1920; Korrespondenz mit Kriegsministerium); Ausfuhrbewilligungen; Angebote der Vereinigte Stahlwerke AG an Fremdfirmen 1927-1930; Grunderwerb/Grundstücke/Kaufverträge 1877-1929; Bauanträge für die Erweiterung der Werksanlagen 1887-1906; Werksbeschreibung 1910; Fotos (Großaufnahmen) von Gebäuden, Werks- und Betriebsanlagen; Unterstützung von Kriegsteilnehmern, Invaliden, bedürftigen Familien und Witwen; Arbeiterverzeichnisse und Personalangelegenheiten; Verzeichnis der über 5 Jahre beschäftigten Arbeiter, 1898-1918; Arbeiterausschuß, Betriebsrat und -versammlung 1916-1921; Übersichten über Beiträge zur Krankenkasse und Rentenversicherung; Übersicht über die Lohnentwicklung (1881-1907); Arbeitsordnungen 1892, 1921; Arbeiter- und Beamtenwohnungen 1922; Stiftungen für Hinterbliebene 1914-1918; Pensionskasse 1904-1930; Belegschaftsverzeichnisse 1898-1918; Versicherungen; Patentangelegenheiten; Eisenbahnangelegenheiten; Gleisanschlüsse 1862-1928; Straßen und Gasversorgung in Witten 1899-1926; Produktkataloge 1927; kulturelle Veranstaltungen; Zeitungsausschnitte ab ca. 1865; Satzungen und Statuten (Aktien-Gesellschaft Gußstahlwerk-Witten, Verein für den Verkauf von Siegerländer Roheisen, Seildraht-Syndikat GmbH, Arbeitgeberverband Eisen- und Stahlindustrie e.V. Düsseldorf); Aufbau eines Telefonnetzes im Ruhrgebiet, 1885-1886; Ruhrbesetzung 1923-1925; Zentralstelle der Ausfuhrbewilligungen für Eisen- und Stahlerzeugnisse 1916-1917 (5); Ruhrkraftwerk am Hohenstein 1901-1928 und Auseinandersetzungen Gussstahl-Werk Witten vs. A. Bredt & Co. (39); Gründung des Konzerns für Stahlguß (Mskr.) 1925; Jugendlandheim Esborn GmbH 1919-1926 (1); Besuch von Robert Ley im Werk, 18.1.1940 (Fotos, Bericht der Werkszeitschrift); Fotoalbum [Henrichshütte Hattingen] über Betriebsanlagen, Maschinen, Produkte der Fa. Henschel (ca. 1915-1925); Rittergutsbesitzer W. Dünkelberg, Steinhausen bei Bommern 1917-1918 (2); Will Rinne: Geschichte der Ruhrstahl AG (Typoskripte, mehrere Bände) Darin auch: Tochtergesellschaften und andere Unternehmen: Stumm-Konzern 1921-1926 (2) Annener Gußstahlwerk 1873-1903, 1925-1931 (5) Alb. Klincke Heinr. Sohn, Altena 1906-1929 (13) Wittener Glashütten GmbH 1918-1929 (7) Dolomitwerk GmbH Fretter 1916-1930 (6) Germaniahütte Grevenbrück 1899-1908 (3) Gustav Brinkmann & Co., Witten 1882-1952 (9) Vereinigte Preß- und Hammerwerke Dahlhausen-Bielefeld AG 1912-1930 (4) Henschel & Sohn GmbH bzw. Henrichshütte Hattingen 1904-1928 (11) Gelsenkirchener Gußstahl- und Eisenwerke AG vorm. Munscheid & Co. 1889-1929 (4) Rheinisch-Westfälische Stahl- und Walzwerke AG, Gelsenkirchen 1926-1929 (2) Hagener Gußstahlwerke 1872-1931 (7) Brenne, Hangarter & Co., Hagen-Haspe 1899-1930 (7) Verbände und Vereinigungen: Deutscher Stahlbund, Düsseldorf 1915-1924 (12) Stahlwerks-Verband AG, Düsseldorf 1917-1930 (14) Agentur deutscher Grobblech-Walzwerke GmbH bzw. Verband deutscher Grobblech-Walzwerke GmbH bzw. Vereinigung der Grobblechwalzwerke GmbH 1903-1917 (12) Verband deutscher Feinblech-Walzwerke GmbH 1902-1904 (9) Seildraht-Syndikat GmbH 1927-1930 (1) Verein für den Verkauf von Siegerländer Roheisen 1900-1904 (5) Deutsche Drahtgesellschaft mbH 1914-1915 (1) Deutsche Drahtwalzwerke AG 1907-1913 (3) Drahtverband GmbH 1925-1930 (1) Deutscher Federn-Verband GmbH1926-1932 (1) Schiffbaustahl-Vereinigung 1916-1917 (2) Schiffbaustahl-Kontor 1908-1925 (20) Schiffsbautechnische Vereinigung 1913-1918 (2) Verein Deutscher Eisenhüttenleute 1920-1928 (3) Verein zur Schiffbarmachung der Ruhr 1914-1918 (1) Ruhrverband 1914-1929 (5) Dampfkessel-Überwachungsverein Dortmund 1910-1930 (2)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ