Konrad Müller (Mu/e/lner) von Wiebelsbach (Wobelsbach) und seine Ehefrau Jutta, gesessen zu Obernburg (Obirnburg), verkaufen Dekan und Kapitel des Stifts Aschaffenburg für ihre Präsenzen, und zwar für die Vikarie, die Johann Schwab (Swa/e/ph) von Aschaffenburg an dem Altar auf dem Marienchor in der Stiftskirche gestiftet hat, einen Zins von 12 Schilling Heller. Dieser Zins ist jedes Jahr am 11. November (vf sante Martins dag, der in deme winter gelit) dem Präsenzmeister (presencier) des Stifts auf Kosten der Verkäufer zu bezahlen. Er gefällt von Haus und Hofstatt in Obernburg bei dem Haus des Geßner (Geszener). Davon sind bisher keine weiteren Abgaben zu entrichten. Außerdem von 1 Morgen Weinberg genannt Richener im Katzental (Kaczendale). Davon zinst man außerdem jedes Jahr 18 Heller in die Hufe genannt Amatzhube. Die Verkäufer haben für den Zins von den Käufern 8 Pfund und 8 Schilling Heller erhalten.
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Konrad Müller (Mu/e/lner) von Wiebelsbach (Wobelsbach) und seine Ehefrau Jutta, gesessen zu Obernburg (Obirnburg), verkaufen Dekan und Kapitel des Stifts Aschaffenburg für ihre Präsenzen, und zwar für die Vikarie, die Johann Schwab (Swa/e/ph) von Aschaffenburg an dem Altar auf dem Marienchor in der Stiftskirche gestiftet hat, einen Zins von 12 Schilling Heller. Dieser Zins ist jedes Jahr am 11. November (vf sante Martins dag, der in deme winter gelit) dem Präsenzmeister (presencier) des Stifts auf Kosten der Verkäufer zu bezahlen. Er gefällt von Haus und Hofstatt in Obernburg bei dem Haus des Geßner (Geszener). Davon sind bisher keine weiteren Abgaben zu entrichten. Außerdem von 1 Morgen Weinberg genannt Richener im Katzental (Kaczendale). Davon zinst man außerdem jedes Jahr 18 Heller in die Hufe genannt Amatzhube. Die Verkäufer haben für den Zins von den Käufern 8 Pfund und 8 Schilling Heller erhalten.
SSAA, StiftsA U 1507
StiftsA U Stiftsarchiv Urkunden
Stiftsarchiv Urkunden
1350 April 16
Archivale
Edition / Literatur: Schöffler: Urkundenbuch (Nr. 238)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
27.03.2025, 11:33 MEZ