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Enders Gans (Gannß) der Ältere, Bürger zu Herbstein (Herbsteyn, Herbsteynn), verkauft dem ehrsamen Henn Fleischhauer (Fleyscheyer) und Katrina, se...
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Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1494 April 3
Ausfertigung, Pergament (21,4 x 29,7 cm) mit zwei anhängenden Siegeln (1: stark beschädigt, 2: Siegelbild verwittert)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: uff den donerstag neist nach dem heiligen Ostertage
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Enders Gans (Gannß) der Ältere, Bürger zu Herbstein (Herbsteyn, Herbsteynn), verkauft dem ehrsamen Henn Fleischhauer (Fleyscheyer) und Katrina, seiner ehelichen Hausfrau, sein halbes Gut zu Oberndorf (Oberndorff) bei Herbstein mit aller Zugehörung, das laut eines Hauptbriefs (Nr. 562) von weiland Henne Wienold (Winolt) an Johannes Weber gekommen ist, und das dieser an Henn Gans, seinen Vater selig verkauft hat, und das nun von diesem an Enders, als einen seiner leiblichen Söhne, gefallen ist, und das halbe Teil der halben Schmiede, die Tholl Smender vorzeiten innegehabt hat, mit aller Zugehörung in Dorf, Holz, Feld, Wasser, Weide, für 35 rheinische Gulden, verzichtet darauf mit Hand und Halm und bittet Hermann [III.] Riedesel den Älteren, Erbmarschall zu Hessen, als Lehensherren, das Lehen von ihm aufzunehmen und es dem Käufer, seiner ehelichen Hausfrau und allen ihren Erben zu leihen, was dieser tut.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: "Kauffbrieff über das halb gut zu Oberndorff de Anno 1494" "gehört in die Kisten C"
Vermerke (Urkunde): Siegler: 1. Siegel: Hermann [III.] Riedesel 2. Siegel: Junker Walther von Fischborn (Fyschbornn) für den Enders Gans
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1523
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.