Objektdetails
Link zum Objekt beim Datenlieferanten nicht verfügbar
Link zum Objekt beim Datenlieferanten nicht verfügbar

Joseph Redtenbacher an Karl Weltzien

Verzeichnungsstufe:
Archivale
Archivaliensignatur:
KIT-Archiv, 27072 / 387
Kontext:
27072 Nachlass Karl Weltzien >> 1 Korrespondenzstücke in der alphabetischen Folge der Absender >> 1.123 Redtenbacher, Joseph (*1810, +1870)
Laufzeit:
ohne Datierung (nach April 1853, vor 1855)
Enthältvermerke:
Enthält: (1r) Redtenbacher beantwortet einen Brief Weltziens. (Jakob) Schabus war geschäftlich verhindert, die Analysen früher durchzuführen. Redtenbacher erhielt für Schabus von (Theodor) Wertheim nur "zweierlei Verbindungen zur kristallographischen Bestimmung": "gelbe Krystalle des Aethylaminplatinchlorids" sowie "dunkel gefärbte Krystalle, deren Farbenverhältnisse [Wilhelm Ritter von] Haidinger untersuchte". Haidinger führte jedoch auch nicht erbetene Untersuchungen an den Kristallen durch. Die Ergebnisse zu allen Untersuchungen übermittelte Redtenbacher bereits. (1v) Schabus wiederholte seine Analysen. Als Beweis, dass es sich tatsächlich um die von Wertheim überbrachten Kristalle handelt, legt Redtenbacher diese in einem "Briefchen" bei. Schabus untersuchte alle Kristalle: Sie sind identisch. Dies ist deshalb hervorzuheben, weil Weltzien in seinen beiden Briefen von zwei übergebenen Verbindungen, "3 Jodid und [...] 5 Jodid des Tetramethylammoniums", sprach. Schabus lässt seine Grüße überbringen und erklärt sich "mit Vergnügen" bereit, für Weltzien Kristallisate (2r) jedweder Natur zu untersuchen. Zukünftige Analysen werden schneller durchgeführt. Zurzeit arbeitet Schabus an der Drucklegung seiner "Preisschrift" (= Bestimmung der Krystallgestalten in chemischen Laboratorien erzeugter Producte. Eine von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien gekrönte Preisschrift, 1855). Schabus würde die Resultate seiner Untersuchungen gerne der Akademie der Wissenschaften mitteilen, die "gute Honorare dafür bezahlt". Weltzien steht die Verwendung der Untersuchungsergebnisse unabhängig von deren Publikation durch Schabus frei. Die Versendung von Proben mit der Post nach Österreich ist möglich. Der aktuelle österreichische Tarif ist dem des Zollvereins ähnlich. Ersterer berechnet sich nach dem Gewicht. (2v) Die Kosten für "ein Paar Krystalle in Röhrchen" liegen unter einem Kreuzer. Redtenbacher verschickte bereits mehrere Kristalle, indem er sie in einem mehrfach mit Papier umwickelten Glasröhrchen einem Brief mit der Aufschrift "Muster ohne Werth" beifügte. Briefe an Schabus sind an den "Lehrer der Physik an der Oberrealschule im Schottenfelden in Wien" zu adressieren. Das "Reichenbachsche Paraffin, ferner das, woraus man in Bonn Lüster macht, ferner ein textiles aus Gallizien" ließ Redtenbacher untersuchen. Alle Substanzen ließen sich "in mehrere Körper von verschiedenem Schmelzpunkte trennen". In Reaktion mit "NO[tief]5" entsteht eine "reichliche Menge Bernsteinsäure". Redtenbacher lässt Ferdinand Redtenbacher grüßen.
Umfang:
2 Blatt
Archivalientyp:
Handschriften
Indexbegriffe Ort:
Bonn/DE
Wien/AT
Wien, Schottenfeld/AT
Digitalisat im Angebot des Archivs:
kein Digitalisat verfügbar
Bestand:
27072 Nachlass Karl Weltzien