Klage wegen Entsetzung aus den eigenen Gütern. Johann Carls war 1618 (anders: 1612) von Johann Schwartz gen. Carls und Johann Paulus (im Namen seiner Frau Maria), deren Onkel und Vormund er gewesen war, wegen nicht korrekt geführter Vormundschaft vor dem Lehen- und Schöffengericht von Kornelimünster verklagt und 1621 zur Rechnungslegung verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte der Kläger nach Auffassung des Abtes nicht rechtsgültig appelliert. Als der Abt dem Schultheißen und den Schöffen befahl, die Kläger in die Güter Carls’ zu immittieren, sei daher nur ein rechtmäßig gefälltes Urteil vollzogen worden.
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Klage wegen Entsetzung aus den eigenen Gütern. Johann Carls war 1618 (anders: 1612) von Johann Schwartz gen. Carls und Johann Paulus (im Namen seiner Frau Maria), deren Onkel und Vormund er gewesen war, wegen nicht korrekt geführter Vormundschaft vor dem Lehen- und Schöffengericht von Kornelimünster verklagt und 1621 zur Rechnungslegung verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte der Kläger nach Auffassung des Abtes nicht rechtsgültig appelliert. Als der Abt dem Schultheißen und den Schöffen befahl, die Kläger in die Güter Carls’ zu immittieren, sei daher nur ein rechtmäßig gefälltes Urteil vollzogen worden.
AA 0627, 2445 - H 793/2531
AA 0627 Reichskammergericht, Teil IV: H
Reichskammergericht, Teil IV: H >> 1. Buchstabe H
1623 - 1627 (1621 - 1625)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Carls (Carl) von der Heiden, Aachen Beklagter: Hermann von Eynatten, Abt von Kornelimünster (Kr. Aachen) Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Schaumberg 1623 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Christoph Riecker [1620] 1623 - Lic. Dietrich Dulman 1625 Prozeßart: Mandati cassatorii et inhibitorii cum clausula Instanzen: RKG 1623 - 1627 (1621 - 1625) Beweismittel: Urteil des Schultheißen und der Mannen von Lehen und Schöffen von Kornelimünster in Sachen Johann Paulus der Junge und Johann Carls ./. ihren Onkel Johann Carls 1621 (Q 6) und weitere Dekrete (Q 7 - 12). Protokoll des Gerichts zu Kornelimünster 1623 (Q 14). Beschreibung: 1,5 cm, 30 Bl., lose; Q 1 - 15.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:56 MESZ