Vor dem Notar Heinrich Grevingk verkaufen Arnd Gre
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Telgte U Stadt Telgte Urkunden, 79
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Stadt Telgte Urkunden
1588 Okt. 22
Regest: Vor dem Notar Heinrich Grevingk verkaufen Arnd Greve und seine abwesende Ehefrau Anna Beerheide an Margaretha Aspelkamp eine Rente von 2 1/2 Ort (= 3/8) Reichstaler für zehn alte Reichstaler, deren Empfang sie quittieren. Arndt Greve gelobt, die Rente jährlich auf Michaelis archangeli (29. September) aus seinem und seiner Ehefrau Haus zu zahlen. Das Haus ist freies Eigentum und liegt in Telgte an der Dieckstraße zwischen den Häusern des Bürgermeisters Hermann Beerheide und Wolters zum Sever, ferner aus ihren freien Stücken Land, gelegen auf der Stiege (Stegge) zwischen Joachim Taschemacher und Hans Widenbrugge. Für die pünktliche Zahlung stellt er die genannten Güter als Pfand. Die Rente ist jährlich zum Fälligkeitstermin nach vorausgegangener halbjährlicher Kündigung mit zehn Talern ablösbar. Geschehen zu Münster im Hause des Notars zu Überwasser in der Liebfrauenstraße. Zeugen: Johann Werken und Gerd Ruckeringk, Bürger zu Münster.
Ausf.—Papier. Beglaubigung und Signet des Notars.
Urkunden
Rechtsstatus: Schenkung;Depositum;Amtliche Abgabe
Münster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:26 MEZ