Die zum Landtag versammelten Landstände des Herzogtums Kärnten bestätigen, dass Burkhard Hagen zu Hageneck und Kappel nach Ablauf der Frist, die Kaiser Ferdinand II. in seiner Religionsreformation den Anhängern des Augsburger Bekenntnisses gesetzt hat, wegen seines Glaubens das Land verlassen will und sie deswegen um ein Attestat seiner adeligen Herkunft gebeten hat. Die Landstände bezeugen, dass die Hagen - die dies auch wohl mit Urkunden belegen können werden - vor vielen hundert Jahren aus dem Heiligen Römischen Reich in die österreichischen Länder gekommen sind und wegen ihres Adelsstands viele rühmliche Taten im Dienst bei Kaisern und Fürsten und auch als Glieder der steirischen Landschaft vollbracht haben. Sie waren auch Landleute zu Österreich in Potschach und unter Kaiser Friedrich III. und Kaiser Maximilian I. Hauptleute in den Festungen Ort und Hainburg. 1529 fiel Wolf Hagen als Hauptmann bei einem Ausfall aus Wien gegen die Türken und wurde in der Michaeler Kirche begraben. Die Landstände bedauern die Auswanderung Burkhards und bitten, ihn standesgemäß aufzunehmen.
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Die zum Landtag versammelten Landstände des Herzogtums Kärnten bestätigen, dass Burkhard Hagen zu Hageneck und Kappel nach Ablauf der Frist, die Kaiser Ferdinand II. in seiner Religionsreformation den Anhängern des Augsburger Bekenntnisses gesetzt hat, wegen seines Glaubens das Land verlassen will und sie deswegen um ein Attestat seiner adeligen Herkunft gebeten hat. Die Landstände bezeugen, dass die Hagen - die dies auch wohl mit Urkunden belegen können werden - vor vielen hundert Jahren aus dem Heiligen Römischen Reich in die österreichischen Länder gekommen sind und wegen ihres Adelsstands viele rühmliche Taten im Dienst bei Kaisern und Fürsten und auch als Glieder der steirischen Landschaft vollbracht haben. Sie waren auch Landleute zu Österreich in Potschach und unter Kaiser Friedrich III. und Kaiser Maximilian I. Hauptleute in den Festungen Ort und Hainburg. 1529 fiel Wolf Hagen als Hauptmann bei einem Ausfall aus Wien gegen die Türken und wurde in der Michaeler Kirche begraben. Die Landstände bedauern die Auswanderung Burkhards und bitten, ihn standesgemäß aufzunehmen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 von Helmstatt U 838
5/12/9
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 von Helmstatt Archiv von Helmstatt: Urkunden, Akten, Amtsbücher, Bilder, Pläne, Karten
Archiv von Helmstatt: Urkunden, Akten, Amtsbücher, Bilder, Pläne, Karten >> Urkunden >> Vorprovenienzen >> Kärnten (von Hagen) >> 1500-1629
1629 (1629 Juni 23 Klagenfurt)
Urkunden
Ausf. Perg., 24 SmP und Unterschriften: Paul Khevenhüller u.a. - Rv.
Friedrich III.; Kaiser
Hagen von Hageneck; Burkhard
Hagen, von; Wolf
Khevenhüller; Paul
Hainburg a.d. Donau (Niederösterreich) [A]
Kärnten
Klagenfurt (Kärnten) [A]
Leonstein, Pörtschach (Kärnten) [A]
Orth a.d. Donau (Niederösterreich) [A]
Potschach (Niederösterreich) [A]
Wien [A]
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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