Schildert dem Freund und Adressaten seine Eindrücke aus Florenz
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SN 098, 8/27
SN 098 Sammlung "Gottfried und Johanna Kinkel"
Sammlung "Gottfried und Johanna Kinkel" >> I. Teilsammlung Gottfried Kinkel >> I.1. Korrespondenz >> I.1.1. Briefe aus der Berliner und Bonner Zeit (1835-1848)
[23. - 26. Dez. 1837]
Enthält: auch: seine Besuche in der "Großen Galerie" [Uffizien] und im Palazzo Pitti; beurteilt einige italienische Künstler (u.a. Fra Bartolomeo, Andrea del Sarto, Tizian, Albertinelli, Salvator Rosa, Reni, Raffael, Barocci, Tintoretto, Paolo Veronese, Ribera) und deren Werke und vergleicht diese mit ihm aus Berlin und Dresden bekannten Werken; wird begleitet von dem niederländischen Genre- und Historienmaler [Louis Joseph] Bruls, den er in Avignon traf; schildert seinen Reiseverlauf von Leopoldshafen, über Mainz (dort Treffen mit Könnemans), Karlsruhe und Straßburg, durch die Vogesen nach Basel und Bern, über Lausanne nach Genf, nach Lyon, über die Rhone nach Avignon (erwähnt Papstpalast, Kastell und Mont Ventoux), von dort zu Fuß nach Vaucluse, Noves, Saint-Rémy, Nîmes, über den Pont du Gard zurück nach Avignon, mit der Postkutsche nach Marseille, von dort zu Fuß nach Toulon (wo er als Falschmünzer festgenommen wurde) und Hyères über Fréjus, Cannes, Antibes nach Nizza, von Genua mit der Kutsche nach Pisa, über Lucca (erwähnt "Madonna del Candelabri" von Raffael) nach Florenz Fortsetzung am zweiten Weihnachtstag [25. Dezember 1837]: sein zurückliegender achttägiger Aufenthalt in Florenz; teilt die Änderung seines Reiseplanes wegen eines vor Rom eingeschobenen Neapelaufenthaltes mit und bittet den Adressaten (und [Friedrich] Rheinwald) eindringlich um finanzielle Aushilfe und Übersendung eines bei Weismann auf ihn ausgestellten Wechsels; Verbleib seiner Schwester [Elisabeth Johanna Kinkel] in Südfrankreich bei einer evangelischen Predigerfamilie Fortsetzung am dritten Weihnachtstag [26. Dezember 1837], Café Greco: bedauert, [Richard] Selbach nicht mehr schreiben zu können; bittet den Adressaten um ausführliche Auskunft über sich; erwähnt politische Ereignisse der vergangenen drei Monate, u.a. Absetzung von Jacob Grimm, Spannungen zwischen Preußen und Belgien, Inhaftierung des Kölner Erzbischofs [Clemens August von Droste zu VIschering]; Freude über die in [Alfred von] Reumonts "Italia" abgedruckten Gedichte [Emanuel] Geibels, die dieser zumeist in Bonn gedichtet hat; seine noch unausgearbeiteten Pläne zu drei Dramen über das Leben des Herodes; seit drei Monaten keine Nachricht von seiner Braut [Elise Herminghaus], deren Briefe ihn verpasst haben; richtet Grüße an die Familie des Adressaten und an [Richard] Selbach aus und bittet um Weiterleitung eines beiligenden Briefes an [Friedrich] Rheinwald
Darin: unter der Außenadresse eigenh. Vermerk Kinkels: "Sollte Herr Maler Weiß nicht in Berlin anwesend sein, so wird seine geehrte Familie ersucht, den Brief ihm schnell zu seinem Aufenthaltsorte zukommen zu lassen."
Darin: unter der Außenadresse eigenh. Vermerk Kinkels: "Sollte Herr Maler Weiß nicht in Berlin anwesend sein, so wird seine geehrte Familie ersucht, den Brief ihm schnell zu seinem Aufenthaltsorte zukommen zu lassen."
1 Bl., beiseitig beschr., m. Außenadr.
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- Sammlung "Gottfried und Johanna Kinkel" (Archival holding)
- I. Teilsammlung Gottfried Kinkel (Classification)
- I.1. Korrespondenz (Classification)
- I.1.1. Briefe aus der Berliner und Bonner Zeit (1835-1848) (Classification)