Verpachtung von Gütern in Cappel, Leimsfeld, Sondheim und Treysa

Verzeichnungsstufe:
Archivale
Archivaliensignatur:
Hessisches Staatsarchiv Marburg, Urk. 18, 515
Alt-/Vorsignatur:
Urk. 18, Utk. A II Kl. Cappel 1462 Mai 12
Kontext:
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1450-1469
Laufzeit:
1462 Mai 12
Formalbeschreibung:
Ausf. Perg., Notariatsinstrument mit Signet des Klerikers der Mainzer Diözese und kaiserlichen Notars Konrad Geltze, Abb. des Signets Küch: Siegel (wie Nr.5) S.297 Nr.9
Archivalientyp:
Urkunde
Sonstige Erschließungsangaben:
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: noch der geburt vnsers herren Ihesu Cristi thusent vierhundert in deme andern vnd sesczigesten iare, in der tzenden indiction, in deme vierden iare der kronunge vnsers aller heilgesten in gote vaters vnd herren hern Pii babestes von gotlicher vorsichtekeyt, des andern an deme tzwelfften tage des mondes gnant Maius, vmme die vesper tziet adder eyn wennig dor vor, in deme cloester Cappell gelegen ...
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: In Gegenwart des Notars Konrad Geltze und der aufgeführten Zeugen sind im Stift Cappel (in der apptie in deme refectorio) Abt Konrad und der ganze Konvent versammelt und haben in voller Eintracht dem Pfründner (phrundener) des Stifts Henne Gissel und seiner Ehefrau Katharina gestattet, folgende Güter auf Lebenszeit in Pacht zu nehmen: 1. die Wiese und den Garten an der [Ring]mauer (in der muer) zu Cappel genannt der Siechgarten, den sie jährlich mähen und vor Jacobi [Juli 25] umgraben (scheren), das Gras zu Heu machen und dieses als Eigen haben sollen. 2. eine Wiese zu Leimsfeld (Lymesfelt) in der Aue (auwe), genannt die Kirchhofswiese (kirchhobeswiesse). 3. 7 Viertel Frucht, die Henne und Katharina aus dem Zehnten zu Sondheim (Sontheym) verschrieben waren laut einer ihnen übergebenen diesbezüglichen Urkunde. Falls einer von ihnen stirbt soll die Frucht in voller Höhe ohne Hinderung seitens des Stifts bei dem überlebenden Teil verbleiben. Nach beider Tod fallen alle aufgeführten Pachtgüter an Cappel zurück. 4. eine vor Treysa an der Wiera (uff der Wira) 'by den Steghen' gelegene Wiese. Stirbt einer von beiden, soll sie zur Hälfte an das Stift fallen und zur Wochenmesse dienen. Sind beide tot, fällt die gesamte Wiese frei, ledig unf auf ewig ebenfalls zur Messe an Cappel. Auch sollen Reinhard und Katharina dem Stift einen jährlich an Reinhard Knipp (Gnyppe) von Homberg fallenden fl. besorgen, der nach beider Tod dem Stift zur Wochenmesse dienen soll.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (15.Jh.) Daz instrument. (Um 1525) Ober eyn wiesszen czu Triessze vff der Wira, vii vertil frucht vff den czenden czu Suntheyn. (Inventar 1527) Cxxiiii
Vermerke (Urkunde): Zeugen: der notariellen Beglaubigung: die Laien Eberhard Schröder von Homberg, Heinz Buchholz
Vermerke (Urkunde): Siegler: unbesiegelt
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.203, 266, 276
Bestand:
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Rechteinformation:
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