Vor dem Notar Reynhardt Schyn von Marsberg, Kleriker Paderborner Stifts, erscheinen die geistlichen Herren, Herr Lambert Westernkotten und Herr Thonius Venlo, alte und neue Prokuratoren des Klosters Dalheim, und veranlassen Hinrich Boze, Bürger in Marsberg, über die Rechtsverhältnisse des Dickbergs in der Mark Nuttelon auszusagen. Boze gibt zu Protokoll, er habe 35 Jahre lang von alten Leuten wie den verstorbenen Peter Nyggesceper, Hilbrant Kumpestman und Hinrich Bock und anderen "Schweinejägern", mit denen er auf die Jagd gegangen sei, gehört, der Dyckberg sei Eigentum derer von Dalheim; mit dem Hinweis, daß, da sie dort Bauholz hätten liegen sehen und er die Genannten gefragt hätte, wem das gehöre, diese geantwortet hätten: denen von Dalheim. Er habe auch nie gehört, daß jemand Kloster Dalheim diesbezüglich behindert habe. Verhandelt zu Marsberg im Hof des Thomas van Tulen. Marsberg
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Vor dem Notar Reynhardt Schyn von Marsberg, Kleriker Paderborner Stifts, erscheinen die geistlichen Herren, Herr Lambert Westernkotten und Herr Thonius Venlo, alte und neue Prokuratoren des Klosters Dalheim, und veranlassen Hinrich Boze, Bürger in Marsberg, über die Rechtsverhältnisse des Dickbergs in der Mark Nuttelon auszusagen. Boze gibt zu Protokoll, er habe 35 Jahre lang von alten Leuten wie den verstorbenen Peter Nyggesceper, Hilbrant Kumpestman und Hinrich Bock und anderen "Schweinejägern", mit denen er auf die Jagd gegangen sei, gehört, der Dyckberg sei Eigentum derer von Dalheim; mit dem Hinweis, daß, da sie dort Bauholz hätten liegen sehen und er die Genannten gefragt hätte, wem das gehöre, diese geantwortet hätten: denen von Dalheim. Er habe auch nie gehört, daß jemand Kloster Dalheim diesbezüglich behindert habe. Verhandelt zu Marsberg im Hof des Thomas van Tulen. Marsberg
B 602u, 280
B 602u Kloster Dalheim - Urkunden
Kloster Dalheim - Urkunden
1501 Juli 08
Vermerke: Ausfertigung, Pergament, Signet und Unterschrift des Notars. Rückseitig: N VIII (16. Jh.). Dickbergh pertinet ad Nuttelen, ut patet per instrumentum praesens (16. Jh.)
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:23 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Tektonik)
- 1.2.2. Fürstbistum Paderborn (Tektonik)
- 1.2.2.3. Stifte und Klöster (Tektonik)
- Kloster Dalheim (Tektonik)
- Kloster Dalheim / Urkunden (Bestand)