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Landsturm-Infanterie-Bataillone des XIV. Armeekorps,
Grenzschutz-Bataillon Oberrhein, Landsturm-Infanterie-Regiment
Lörrach und Landsturm-Infanterie-Regiments-Kommandos 43 und
44 (Bestand)
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Landsturm-Infanterie-Bataillone des XIV. Armeekorps,
Grenzschutz-Bataillon Oberrhein, Landsturm-Infanterie-Regiment
Lörrach und Landsturm-Infanterie-Regiments-Kommandos 43 und
44 (Bestand)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) >> Krieg >> XIV. (Badisches) Armeekorps >> Infanterie- und Maschinengewehr-Formationen
1914-1920
Überlieferungsgeschichte
Bei Kriegsbeginn wurden 334 planmäßige Landsturm-Bataillone aufgestellt. Bereits Ende August 1914 waren davon 42 Bataillone mobil.
Inhalt und Bewertung
Es handelt sich um die Akten des Landsturm-Infanterie-Regiments Lörrach, der Landsturm-Infanterie-Regiments-Kommandos 43 und 44 sowie der im diesseitigen Bereich bestehenden Landsturm-Infanterie Bataillone und des Grenzschutzbataillons Oberrhein.
Inhaltlich besteht der Bestand vor allem aus der Überlieferung der allgemeinen internen Verwaltung der obengenannten Formationen, ihren Gefechten und Bewegungen und der Gewährleistung der permanenten Kampfbereitschaft. Besonders nennenswert sind die Aktengruppen über die Ausbildung, die militärischen Auszeichnungen, die militärischen Verluste, die Personalangelegenheiten, den Bahnschutz, die Gerichtsakten, die Mobilmachung, die Wachkommandos, den Brückenschutz, die Kriegsstellungen, den Grenzschutz, die Maschinengewehrangelegenheiten, die Flüchtlinge, die Flughafenwachen, die Neuformation des Grenzschutzbataillons "Oberrhein", die militärischen Operationen, die Gefechtsberichte, die Kriegstagebücher, die militärischen Befehle und die Demobilmachung, außerdem zeigen die Unterlagen des Kommandeurs des II. Abschnitts des Militärgouvernements Czenstochau hervorragend die politischen Verhälnisse in Polen auf.
Zusammenstellung des Landsturms: Bei Kriegsbeginn wurden 334 planmäßige Landsturm-Bataillone aufgestellt. Bereits Ende August 1914 waren davon 42 Bataillone mobil. Der Landsturm, der die älteren Jahrgänge erfasste, war ursprünglich nur für Wachaufgaben in der Heimat und im besetzten Gebiet vorgesehen. Kurz nach Kriegsbeginn wurde er jedoch zuerst im Osten, später dann auch im Westen für Grenzschutzaufgaben herangezogen und teilweise sogar an verhältnismäßig ruhigen Frontabschnitten eingesetzt. Einige Bataillone wurden zu Landsturm-Infanterie-Regimenter zusammengezogen. Auch gingen mehrere zunächst als Landsturm aufgestellte Bataillone in neugebildeten Infanterie-Regimentern auf. Die Bezeichnung der Landsturm-Infanterie-Bataillone erfolgte nach dem Ort ihrer Aufstellung. Infolge der Demobilmachung blieben ab dem 2. Mai 1919 im Bereich des XIV. Armeekorps nur das Generalkommando, vier höhere Auflösungsstäbe und je eine Abwicklungsstelle bei denjenigen Infanterie- und Artillerie-Regimentern bestehen, die zum Friedensetat vor 1914 zählten. Im Freistaat Baden begann am 13. Januar 1919 mit der Annahme von Freiwilligen die Neubildung des badischen Volksheeres. Reichs- und Badische Volksregierung ließen als Reaktion auf den sogenannten "Spartakus-Aufstand" im Februar 1919 zusätzlich zu den bereits bestehenden Freiwilligenformationen bei allen Einheiten weitere Freiwilligenverbände aufstellen.
Formationsgeschichten: Grenzschutz-Bataillon-Oberrhein Im Dezember 1918 wurde für die Aufgaben des Grenzschutzes zwischen Baden und der Schweiz aus den verbliebenen Mannschaften der aufgelösten Landsturm-Infanterie-Bataillone XIV/15, XIV/19, XIV/34 und XIV/38 und den Mannschaften des Landsturm-Infanterie-Bataillons XIV/35 das Grenzschutz-Bataillon "Oberrhein" zu 6 Kompanien formiert. Landsturm-Infanterie-Regiment Lörrach Das Landsturm-Infanterie-Regiment Lörrach wurde am 01.08.1915 aus den bis dahin bereits der Oberleitung des Grenzschutzes Baden-Schweiz unterstellten Bataillonen XIV/19 und XIV/34 gebildet und ebenfalls der Oberleitung des Grenzschutzes unterstellt. Der Regimentsstab wurde am 21.11.1918 und die unterstellten Bataillone XIV/19 und XIV/34 am 30.11.1918 aufgelöst. Landsturm-Infanterie-Regiments-Kommando 43 Zur Leitung des Grenzschutzes an der Grenze Elsass - Lothringen und Baden - Schweiz war auf Veranlassung des stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps je ein "Kommandeur der Grenzschutztruppen" zu bilden. Am 14.04.1917 wurde die seither unter der Bezeichnung Kommando der Grenzschutztruppen bestehende Leitung des Grenzschutzes Oberelsass - Schweiz unter der obengenannten Bezeichnung umgebildet und der 37. Infanterie-Division unterstellt. Dem Regiment unterstanden das 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Stockach XIV/10, das Landsturm-Infanterie-Bataillon Trier VIII/28, die 3. Kompanie des Landsturm-Infanterie-Bataillons Lörrach XIV/8 und die 4. Eskadron des Ulanen-Regiments 16. Landsturm-Infanterie-Regiments-Kommando 44 Nach Auflösung des besonderen Regiments Wehmann wurde am 24.04.1917 die Gründung des Landsturm-Infanterie-Regiments-Kommandos 44 vollzogen. Ihm unterstanden das 2. Landsturm-Infanterie-Bataillon Lörrach XIV/19 und das 4. Landsturm-Infanterie-Bataillon Freiburg XIV/38. Das Kommando unterstand ab dem 05.07.1917 dem Abschnitt Oberrhein. 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Mosbach XIV/1 Das Bataillon wurde aufgrund der allgemeinen Mobilmachung am 01.08.1914 aufgestellt und am 21.08.1914 mobil gemacht. Ab dem 04.06.1918 wurde es als III. Bataillon des Landsturm-Infanterie-Regiments 48 verwendet. Als Ersatztruppenteil diente das 3. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Karlsruhe XIV/18. Abgewickelt wurde es vom Grenadier-Regiment 110. 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Heidelberg XIV/2 Die 1. bis 4. Kompanie des Bataillons wurden aufgrund der allgemeinen Mobilmachung am 01.08.1914 aufgestellt und am 21.08.1914 mobil gemacht. Am 30.09.1916 kam die 5. Kompanie hinzu, die allerdings später als 1. Garnisonskompanie der Etappeninspektion der Armee-Abteilung A Verwendung fand. Als Ersatztruppenteil diente das 3. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Karlsruhe XIV/18. Abgewickelt wurde das Bataillon vom Leibgrenadier-Regiment 109. 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Bruchsal XIV/3 Das Bataillon wurde aufgrund der allgemeinen Mobilmachung am 01.08.1914 aufgestellt und am 21.08.1914 mobil gemacht. Als Ersatztruppenteil diente das 3. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Karlsruhe XIV/18. Abgewickelt wurde es vom Dragoner-Regiment 21. 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Karlsruhe XIV/4 Das Bataillon wurde aufgrund der allgemeinen Mobilmachung am 01.08.1914 aufgestellt und am 21.08.1914 mobil gemacht. Als Ersatztruppenteil diente das 3. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Karlsruhe XIV/18. Abgewickelt wurde es vom Leibgrenadier-Regiment 109. 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Rastatt XIV/5 Das Bataillon wurde aufgrund der allgemeinen Mobilmachung am 01.08.1914 aufgestellt und am 21.08.1914 mobil gemacht. Als Ersatztruppenteil diente das 3. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Karlsruhe XIV/18. Abgewickelt wurde es vom Füsilier-Regiment 40.
Bestandsgeschichte: Nach Kriegsende verblieben die Akten der obengenannten Formationen bei folgenden Abwicklungsstellen: Grenzschutzbataillon Oberrhein beim Infanterie-Regiment 114; Stab des Landsturm-Infanterie-Regiments Lörrach beim Infanterie-Regiment 114; Landsturm-Infanterie-Kommandos 43 und 44 beim Infanterie-Regiment 113; 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Mosbach XIV/1 beim Grenadier-Regiment 110; 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Heidelberg XIV/2 beim Grenadier-Regiment 110; 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Bruchsal XIV/3 beim Dragoner-Regiment 21; 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Karlsruhe XIV/4 beim Leibgrenadier-Regiment 109; 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Rastatt XIV/5 beim Füsilier-Regiment 40; 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Offenburg XIV/6 beim Infanterie-Regiment 170; 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Freiburg XIV/7 beim Infanterie-Regiment 113; 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Lörrach XIV/8 beim Infanterie-Regiment 142; 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Donaueschingen XIV/9 beim Infanterie-Regiment 112; 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Stockach XIV/10 beim Infanterie-Regiment 169; 1. Landsturm-Infanterie-Bataillon Mannheim XIV/11 beim Grenadier-Regiment 110; 2. Landsturm-Infanterie-Bataillon Mosbach XIV/12 beim Grenadier-Regiment 110; 2. Landsturm-Infanterie-Bataillon Heidelberg XIV/13 beim Grenadier-Regiment 110; 2. Landsturm-Infanterie-Bataillon Bruchsal XIV/14 beim Dragoner-Regiment 21; 2. Landsturm-Infanterie-Bataillon Karlsruhe XIV/15 beim Leibgrenadier-Regiment 109; 2. Landsturm-Infanterie-Bataillon Mannheim XIV/17 beim Grenadier-Regiment 110; 3. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Karlsruhe XIV/18 beim Leibgrenadier-Regiment 109; 2. Landsturm-Infanterie-Bataillon Lörrach XIV/19 beim Infanterie-Regiment 142; 3. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Heidelberg XIV/20 beim Grenadier-Regiment 110; Landsturm-Infanterie-Bataillon Pforzheim XIV/21 beim Leibgrenadier-Regiment 109; 2. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Freiburg XIV/22 beim Füsilier-Regiment 40; 2. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Stockach XIV/24 beim Infanterie-Regiment 114; 3. Landsturm-Infanterie-Bataillon Bruchsal XIV/26 beim Dragoner-Regiment 21; 3. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Rastatt XIV/28 beim Infanterie-Regiment 170; 3. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Mosbach XIV/29 beim Grenadier-Regiment 110; 4. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Mosbach XIV/30 beim Grenadier-Regiment 110; 4. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Rastatt XIV/31 beim Grenadier-Regiment 110; 5. Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Heidelberg XIV/32 beim Infanterie-Regiment 113
Sonstige Hinweise: Die Unterlagen des Kommandeurs des II. Abschnitts des Militärgouvernements Czenstochau zeigen hervorragend die politischen Verhältnisse in Polen auf. Ebenso wird in den Unterlagen des 6. Landsturm-Infanterie-Bataillons Heidelberg XIV/37 die Situation in Russland nach dem Waenstillstand 1917/1918 aufgezeigt.
Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Kramer, Oskar: Kriegs-Gedenkblätter des 1. Landsturm-Infanterie-Bataillons Heidelberg XIV/2 (als Manuskript gedruckt), Heidelberg 1935. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.