Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um Auszahlung eines Erbes
Vollständigen Titel anzeigen
(1) 3406
Wismar S 417 (W S n. 417)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 20. 1. Kläger T
(1785) 19.01.1785-29.01.1785
Kläger: (2) Witwe und Erben des Johann Tiedemann, Kaufmann und Gewürzhändler in Wismar
Beklagter: Christian Fabricius, Ratsherr und August Johann Hahn, Kaufmann zu Wismar, als Verwalter des Wulffschen Testaments
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Johann Wilhelm Fürchtnicht (A), Dr. Johann David Lembke (P)
Fallbeschreibung: Die Kl. fordern die Auszahlung ihres Anteils am Wulffschen Testament, den sie von Maria Dorothea Baumann geerbt haben, einer schwachsinnigen Frau, die unter Vormundschaft Tiedemanns gestanden hatte. Aufgrund des 1784 geschlossenen Vergleichs mit den direkten Erben der M.D. Baumann (Nr. 3405) erbitten die Kl. ein Mandat an die Bekl. zur Auszahlung dieser Gelder und erhalten es am 28.01.1785.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1785
Prozessbeilagen: (7) Quittung des Dr. med. Bernhard Dietrich Franz Steinecke und seiner Frau Anna Sophia, geb. Junge, über empfangene Rechte und Gelder von Antoni 1785; Auszug aus dem Wulfschen Testament (o.D.)
Beklagter: Christian Fabricius, Ratsherr und August Johann Hahn, Kaufmann zu Wismar, als Verwalter des Wulffschen Testaments
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Johann Wilhelm Fürchtnicht (A), Dr. Johann David Lembke (P)
Fallbeschreibung: Die Kl. fordern die Auszahlung ihres Anteils am Wulffschen Testament, den sie von Maria Dorothea Baumann geerbt haben, einer schwachsinnigen Frau, die unter Vormundschaft Tiedemanns gestanden hatte. Aufgrund des 1784 geschlossenen Vergleichs mit den direkten Erben der M.D. Baumann (Nr. 3405) erbitten die Kl. ein Mandat an die Bekl. zur Auszahlung dieser Gelder und erhalten es am 28.01.1785.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1785
Prozessbeilagen: (7) Quittung des Dr. med. Bernhard Dietrich Franz Steinecke und seiner Frau Anna Sophia, geb. Junge, über empfangene Rechte und Gelder von Antoni 1785; Auszug aus dem Wulfschen Testament (o.D.)
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:27 MEZ