Klage des Herman Haver ./. Johan Meinecke. Die Klage wird erhoben vor dem Richter in Warendorf. Die Parteien sind Nachbarn am Markt in Warendorf und streiten über eine Grenzmauer.
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B-Acta jud, 540
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1501-1600
1577 - 1583
Enthält: Der Beklagte legt gegen ein Urteil des Richters Berufung beim Rat in Warendorf ein, und, als diese zurückgewiesen wird, weitere Berufung beim Rat in Münster. Der Rat in Münster gibt der Berufung statt und weist die Sache zurück an den Rat in Warendorf. Dieser nimmt eine Ortsbesichtigung vor, zu der Martin zur Stege und Jost zum Hove, Rats-, Zimmer- und Mauerleute aus Münster, hinzugezogen werden. Gegen ein weiteres Zwischenurteil des Rats in Warendorf legt der Beklagte wiederum Berufung ein. Erwähnt werden Johan Pagenleit(?) und Peter Sivers (Siverdes), Nachbarn des Klägers; Gerhard Haver, Sohn des Klägers; Stadtsekretär Hinrich Pilckman und sein Nachfolger Johan Nottelman; Gerichtsdiener Hinrich Koster; Stadtdiener Johan Weiman; Hermann Hammecke 1564; Bürgermeister Johan Harnischmacher gen. Rotgers; Kämmerer Heinrich Pumpe; Johan Lüninckhaus;M. Herman Koerbecke; Jakob Dickhove u. Frau Else 1564; Johan Herte; Johan Herssebrock; Notar Johan Wordeman; Bernard Stovener; Notar Christopher von Waldeck; ferner: Dr. Heinrich Pottgeisser in Hamm; Lic. Peter Mensinck; Johan Tepper, münster. Kanzleiverwandter.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:17 MEZ