Objektdetails
Link zum Objekt beim Datenlieferanten nicht verfügbar
Link zum Objekt beim Datenlieferanten nicht verfügbar

Joseph Redtenbacher an Karl Weltzien

Verzeichnungsstufe:
Archivale
Archivaliensignatur:
KIT-Archiv, 27072 / 386
Kontext:
27072 Nachlass Karl Weltzien >> 1 Korrespondenzstücke in der alphabetischen Folge der Absender >> 1.123 Redtenbacher, Joseph (*1810, +1870)
Laufzeit:
1853 April 13, Wien
Enthältvermerke:
Enthält: (1r) Redtenbacher stellt einen Erstkontakt zu Weltzien her. (Theodor) Wertheim überbrachte im Auftrag Weltziens Kristalle zur Untersuchung. Die Untersuchung ist abgeschlossen. Wertheim bezeichnete die zu untersuchenden Körper als "Krystalle des Jodmethylamins". Redtenbacher leitete sie aufgrund ihrer "ganz interessante[n] Farbenerscheinungen" an (Wilhelm Ritter von) Haidinger weiter. Redtenbacher übermittelt die von Haidinger eigenhändig notierten Resultate "beiliegend". Der "Aethylaminplatinchlorid"kristall wurde an (Jakob) Schabus weitergegeben, der seine Resultate ebenfalls an Redtenbacher übermittelte: Die äußere Kristallgestalt entspricht visuell (1v) "ganz der eines Oktaeders". Messungen belegen jedoch, dass "die Winkel weder gleich noch die eines Oktaeders" sind. Schabus bittet deshalb um andere, auch kleinere, aber voll ausgebildete Kristalle, um die "Entwicklung der Gestalt" besser untersuchen zu können. Der vorliegende, durch Wertheim zugegangene Kristall ist ein Bruchstück. Weltzien kann die Kristalle nach den Untersuchungen zurückerhalten. (2r) Redtenbacher sucht nach Belegen für den "Isomorphismus der homologen Verbindungen". (Titus von) Alth veröffentlichte jüngst zu diesem Thema. Redtenbacher ließ "die Alaune der Aethyl-Methyl-xAmyl-amins darstellen". Sie sind mit den "gewöhnlichen Alaunen isomorph". Nach Schabus und (August Wilhelm?) Hofman sind das "Platinsalz des Trimethylamins und des Tetraethylamins" isomorph. Daher müsste theoretisch auch das Weltziensche Salz diese Eigenschaft aufweisen. Redtenbacher gab die Darstellung des "Kupfersalz[es] der Essig-Propion-Butter & Valeriansäure" in Auftrag. Alle Salze weisen den gleichen Kristallwassergehalt auf; sie sind jedoch nicht isomorph. (2v) Der "Isomorphismus der Homologen" bedarf noch grundlegender Erforschung. Weltzien erhielt durch Ferdinand Redtenbacher eine Anfrage, die jedoch mittlerweile geklärt ist. Haidinger schloss seine Untersuchungen bereits im März ab. Redtenbacher wartete aber die Resultate von Schabus ab, um beides gemeinsam an Weltzien zu schicken.
Umfang:
2 Blatt
Archivalientyp:
Handschriften
Indexbegriffe Ort:
Wien/AT
Digitalisat im Angebot des Archivs:
kein Digitalisat verfügbar
Bestand:
27072 Nachlass Karl Weltzien