Graf Hug von Montfort, Herr zu Bregenz, beurkundet für sich selbst und als Regierer und Vormund seiner Brüder, dass sich ihre Leibeigene Ottilia Bruw, Tochter des zum Gossolt gesessenen Hans Bruw und der Margreth Stöb, um 7 fl rh, für deren Empfang er hiermit quittiert, von ihnen freigekauft hat. Deshalb spricht der Aussteller genannte Ottilia und deren Kinder mit Leib und Gut von der Eigenschaft und von allen daraus resultierenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen frei, gestattet ihnen vor allem ab sofort freien Zug und die beliebige Annahme von Schutz und Schirm oder städtischen Bürgerrechts. Doch soll die Freigelassene ab jetzt ohne Wissen und Willen des Ausstellers oder seiner Amtleute keine Erbschaft in der motfortischen Herrschaft mehr annehmen oder Vermögen daraus ziehen.
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Graf Hug von Montfort, Herr zu Bregenz, beurkundet für sich selbst und als Regierer und Vormund seiner Brüder, dass sich ihre Leibeigene Ottilia Bruw, Tochter des zum Gossolt gesessenen Hans Bruw und der Margreth Stöb, um 7 fl rh, für deren Empfang er hiermit quittiert, von ihnen freigekauft hat. Deshalb spricht der Aussteller genannte Ottilia und deren Kinder mit Leib und Gut von der Eigenschaft und von allen daraus resultierenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen frei, gestattet ihnen vor allem ab sofort freien Zug und die beliebige Annahme von Schutz und Schirm oder städtischen Bürgerrechts. Doch soll die Freigelassene ab jetzt ohne Wissen und Willen des Ausstellers oder seiner Amtleute keine Erbschaft in der motfortischen Herrschaft mehr annehmen oder Vermögen daraus ziehen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 2712
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1500-1549
1501 Februar 24 (an der Aschmittwuchen)
19,2 x 33,6 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Graf Hug von Montfort
Empfänger: Kloster Weingarten
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Kloster Weingarten
Siegler: Der Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel anhängend
Vermerke: Rückvermerk
Gossolt (Siedlungsname) LI (?)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:21 MEZ
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