Gutsarchiv Tiefensee (Bestand)
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H 232 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1685) 1767 - 1944
Findhilfsmittel: Findbuch von 1998 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Tiefensee gehört zur Stadt Bad Düben, Lkr. Nordsachsen, Sachsen.
Tiefensee wurde 981 erstmals erwähnt. 1423 kam der Ort an das neugebildete kursächsische Amt Bitterfeld im späteren Kurkreis. Dieses gehörte 1657–1738 zum Herzogtum Sachsen-Merseburg und wurde 1815 an Preußen abgetreten, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
Bereits vor der Mitte des 15. Jahrhunderts erwarb ein Vertreter der Familie von Rabil das Rittergut, das bis 1652 im Familienbesitz blieb. Durch Kauf gelangte es an die Familie Vitzthum von Eckstädt, die es 1792 an Caroline Wilhelmine von Einsiedel auf Schönfeld verkaufte. Letztere veräußerte es bereits 1794 an den Kaufmann Christian Gottlob Hillig in Leipzig. Dieser verkaufte Tiefensee 1806 an Carl Heinrich von Kißling, bereits ein Jahr später kaufte es der Kaufmann Hillig zurück. Dessen Sohn veräußerte 1821 Tiefensee an den Generalleutnant Graf Wilhelm Ludwig Viktor Henckel von Donnersmarck. Nach dessen Tod 1849 wechselten mehrfach die Besitzer. Als letzter Eigentümer zum Zeitpunkt der Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 wird Otto Engel genannt.
Zum Rittergut gehörte 1826 die Patrimonialgerichtsbarkeit über Tiefensee, das Vorwerk Brösen und das Dorf Lindenhayn.
Bestandsinformationen: Über den für den Kreis Delitzsch zuständigen Archivpfleger wurden unter einem Zentner Archivalien von Tiefensee dem dortigen Bürgermeister 1946 übergeben. Von diesem gelangte das Archivgut an den Rat des Kreises Eilenburg, der diese u.a. am 3. September 1959 an das heutige Landesarchiv abgab. Die Akten wurden zunächst dem Bestand Amt Bitterfeld (D 6) angegliedert und im Jahre 1996 separiert. Die Erschließung der Archivalien wurde im September 1998 durchgeführt. Gleichzeitig erfolgte die Erstellung der Besitz- und Bestandsgeschichte.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Tiefensee gehört zur Stadt Bad Düben, Lkr. Nordsachsen, Sachsen.
Tiefensee wurde 981 erstmals erwähnt. 1423 kam der Ort an das neugebildete kursächsische Amt Bitterfeld im späteren Kurkreis. Dieses gehörte 1657–1738 zum Herzogtum Sachsen-Merseburg und wurde 1815 an Preußen abgetreten, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
Bereits vor der Mitte des 15. Jahrhunderts erwarb ein Vertreter der Familie von Rabil das Rittergut, das bis 1652 im Familienbesitz blieb. Durch Kauf gelangte es an die Familie Vitzthum von Eckstädt, die es 1792 an Caroline Wilhelmine von Einsiedel auf Schönfeld verkaufte. Letztere veräußerte es bereits 1794 an den Kaufmann Christian Gottlob Hillig in Leipzig. Dieser verkaufte Tiefensee 1806 an Carl Heinrich von Kißling, bereits ein Jahr später kaufte es der Kaufmann Hillig zurück. Dessen Sohn veräußerte 1821 Tiefensee an den Generalleutnant Graf Wilhelm Ludwig Viktor Henckel von Donnersmarck. Nach dessen Tod 1849 wechselten mehrfach die Besitzer. Als letzter Eigentümer zum Zeitpunkt der Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 wird Otto Engel genannt.
Zum Rittergut gehörte 1826 die Patrimonialgerichtsbarkeit über Tiefensee, das Vorwerk Brösen und das Dorf Lindenhayn.
Bestandsinformationen: Über den für den Kreis Delitzsch zuständigen Archivpfleger wurden unter einem Zentner Archivalien von Tiefensee dem dortigen Bürgermeister 1946 übergeben. Von diesem gelangte das Archivgut an den Rat des Kreises Eilenburg, der diese u.a. am 3. September 1959 an das heutige Landesarchiv abgab. Die Akten wurden zunächst dem Bestand Amt Bitterfeld (D 6) angegliedert und im Jahre 1996 separiert. Die Erschließung der Archivalien wurde im September 1998 durchgeführt. Gleichzeitig erfolgte die Erstellung der Besitz- und Bestandsgeschichte.
Zusatzinformationen: Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 1.2
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST