Deutschordensherrschaft Achberg: Herrschaft Ellhofen: Amtsbücher (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, FAS DS 25 T 5
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Fürstlich Hohenzollernsches Haus- und Domänenarchiv (Dep. 39) >> Domänenarchiv Hohenzollern-Sigmaringen >> Erworbene weltliche Herrschaften, säkularisierte Klöster und Stifte >> Geistliche Herrschaften und Stifte
1593-1806
Überlieferungsgeschichte
1) Zur Geschichte der Herrschaft
Der seit 1972 zur Marktgemeinde Weiler-Simmerberg (Lks. Lindau) gehörige Ort Ellhofen wird in einer St. Galler Urkunde aus dem Jahre 1275 erstmals erwähnt. Der Ort, früher auch Ellenhofen genannt, bildete eine kleine Herrschaft unter einem St. Galler Dienstmannengeschlecht, das sich nach Ellhofen nannte. Die Herrschaft gelangte 1462 sodann an Graf Hugo von Montfort, 1474 an die Herren von Neidegg und 1562 an Balthasar von Hornstein, einem Bruder des Landkomturs Sigmund von Hornstein. 1577 wurde die Herrschaft Ellhofen vom Deutschorden offiziell erworben und bildete danach einen Bestandteil der Deutschordenskommende Altshausen. Nach dem Ankauf der Herrschaft Achberg durch den Deutschorden wurde Ellhofen dieser schließlich zugeordnet. Infolge des Preßburger Friedens gelangte die Herrschaft Ellhofen 1806 unter bayerische Landeshoheit.
2) Zur Ordnung und Verzeichnung des Teilbestands
Die Rechnungsbände der Herrschaft Ellhofen befanden sich bisher grob vorgeordnet, aber noch unverzeichnet im Archivmagazin. Im Frühjahr 1999 hob der F. Archivangestellte Theo Gauggel diese Unterlagen zur Inventarisierung aus. Bei der Durchsicht des Teilbestands konnten 11 Gruppen gleichartiger Rechnungsunterlagen ermittelt werden (s. Inhaltsverzeichnis). Innerhalb der einzelnen Gruppen wurden die Archivalien chronologisch geordnet. Den so strukturierten Teilbestand nummerierte der Bearbeiter sodann mit fortlaufenden arabischen Zahlen durch. Die Titelaufnahmen und die Verpackung des Teilbestands wurden ebenfalls von Herrn Gauggel übernommen. Frau Neuendorff besorgte die Signierung der einzelnen Archivalien sowie die Reinschrift des Repertoriums.
Der Teilbestand umfasst 165 Archivalieneinheiten aus einem Zeitraum von 1593 bis 1806 und misst 1,90 lfd. m. Die wenigen Akten der Herrschaft Achberg werden im akzessorischen Mischbestand Neuverzeichnete Akten (NVA) verwahrt.
Einzelne Archivalien sind verkürzt zu zitieren: StAS FAS DS 25 T 5 Nr. ...
Sigmaringen, im Dezember 1999
Dr. Becker
1) Zur Geschichte der Herrschaft
Der seit 1972 zur Marktgemeinde Weiler-Simmerberg (Lks. Lindau) gehörige Ort Ellhofen wird in einer St. Galler Urkunde aus dem Jahre 1275 erstmals erwähnt. Der Ort, früher auch Ellenhofen genannt, bildete eine kleine Herrschaft unter einem St. Galler Dienstmannengeschlecht, das sich nach Ellhofen nannte. Die Herrschaft gelangte 1462 sodann an Graf Hugo von Montfort, 1474 an die Herren von Neidegg und 1562 an Balthasar von Hornstein, einem Bruder des Landkomturs Sigmund von Hornstein. 1577 wurde die Herrschaft Ellhofen vom Deutschorden offiziell erworben und bildete danach einen Bestandteil der Deutschordenskommende Altshausen. Nach dem Ankauf der Herrschaft Achberg durch den Deutschorden wurde Ellhofen dieser schließlich zugeordnet. Infolge des Preßburger Friedens gelangte die Herrschaft Ellhofen 1806 unter bayerische Landeshoheit.
2) Zur Ordnung und Verzeichnung des Teilbestands
Die Rechnungsbände der Herrschaft Ellhofen befanden sich bisher grob vorgeordnet, aber noch unverzeichnet im Archivmagazin. Im Frühjahr 1999 hob der F. Archivangestellte Theo Gauggel diese Unterlagen zur Inventarisierung aus. Bei der Durchsicht des Teilbestands konnten 11 Gruppen gleichartiger Rechnungsunterlagen ermittelt werden (s. Inhaltsverzeichnis). Innerhalb der einzelnen Gruppen wurden die Archivalien chronologisch geordnet. Den so strukturierten Teilbestand nummerierte der Bearbeiter sodann mit fortlaufenden arabischen Zahlen durch. Die Titelaufnahmen und die Verpackung des Teilbestands wurden ebenfalls von Herrn Gauggel übernommen. Frau Neuendorff besorgte die Signierung der einzelnen Archivalien sowie die Reinschrift des Repertoriums.
Der Teilbestand umfasst 165 Archivalieneinheiten aus einem Zeitraum von 1593 bis 1806 und misst 1,90 lfd. m. Die wenigen Akten der Herrschaft Achberg werden im akzessorischen Mischbestand Neuverzeichnete Akten (NVA) verwahrt.
Einzelne Archivalien sind verkürzt zu zitieren: StAS FAS DS 25 T 5 Nr. ...
Sigmaringen, im Dezember 1999
Dr. Becker
165 Bände (1,9 lfd.m)
Bestand
Achberg RV; Deutschordensherrschaft
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 08:37 MESZ
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