Fortdauer eines Arrestes trotz angebotener Kaution. Von Hövelich erwirkte Beschlagnahme etlicher Kisten und Truhen mit gereiden Gütern des Bertram von Bylandt, die dieser wegen Kriegswirren in die Stadt Kempen geflüchtet hatte, als Sicherheit für eine Forderung Hövelichs in Höhe von 1896 Rtlr. und 80 Maltern Roggen.
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AA 0627, 475 - B 1177/4195
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1589-1591 (1577-1590)
Enthaeltvermerke: Kläger: Bertram von Bylandt, Herr zu Walbeck (Kr. Geldern), Amtmann und jül. Statthalter zu Brüggen, (Bekl.: Bertram und seine Frau Sophia vom Haus) 332 Beklagter: Heinrich von der Hövelich, Amtmann zu Bensberg, wohnhaft zu Lohmar (Amt Blankenberg, Rhein-Sieg-Kr.), (Kl.: Heinrich mit seiner Frau Johanna von [Neuhoff gen.] Ley) Prokuratoren (Kl.): Dr. Laurentius Wildthelm 1588 - Lic. Anthon Streitt Prokuratoren (Bekl.): Vomelius (1589) Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen zu Kempen 1578 - 2. Schultheiß und Schöffen des Hohen Weltlichen Gerichts zu Neuss 1578 - 3. Richter, Greve und Schöffen des Hohen Weltlichen Gerichts zu Köln 1578-1580 - 4. Hof- und Kammergericht zu Köln 1580-1587 - 5. RKG 1589-1591 (1577-1590) Beweismittel: Bestellung von Kommissaren durch den Erzbischofvon Köln (16-20). Schuldrevers der Eheleute Bertram von Bylandt an Heinrich von der Hövelich und Johanna von [Neuhof gen.] Ley, 1577 (422-430, 490-497). Beschreibung: 9,5 cm, 548 Bl., lose; Q 1-6, 1 Beilage = Doppel zu Q 1.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:46 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)