Spruchkammer 4 - Backnang: Verwaltungsakten (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, EL 900/3
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Ober- und Mittelbehörden seit um 1945 >> Geschäftsbereich Ministerium für politische Befreiung >> Heimatspruchkammern: Verwaltungsakten
1946-1948 (Va ab 1923)
Behördengeschichte: In der Folge des Gesetzes zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus vom 5. März 1946 wurden in den Stadt- und Landkreisen Württemberg-Badens Spruchkammern gebildet.Die Spruchkammer 4 - Backnang nahm im Mai 1946 ihre Tätigkeit auf, bestand aber wohl schon seit April desselben Jahres. Ihr Zuständigkeitsbereich erstreckte sich auf die folgenden 49 Orte: Affalterbach, Almersbach (Nord u. Süd), Altersberg, Althütte, Backnang, Bruch, Burgstall, Cottenweiler, Ebersberg, Erbstetten, Eutendorf, Fichtenberg, Fornsbach, Frickenhofen, Gaildorf, Grab, Großspach, Großerlach, Gschwend, Hausen a.d. Rot, Heiningen, Heutensbach, Jux, Kirchberg/Murr, Kirchenkirnberg, Kleinaspach, Laufen/Kocher, Lippoldsweiler, Maubach, Murrhardt, Nassbach, Oberbrüden, Oberrot, Oberweissach, Oppweneiler, Ottendorf, Rielingshausen, Rietenau, Sechselberg, Spiegelberg, Strümpfelbach, Sulzbach/Kocher, Sulzbach/Murr, Unterbrüden, Unterrot, Unterweissach, Waldrems und Weiler z. Stein. Untergebracht war die Spruchkammer zunächst in einer Villa der Firma Fritz Häuser AG, Rietenauer Weg 4, ab Januar 1947 dann in Gebäuden derselben Firma, Gerberstraße 32-36, in Backnang. Geschäftsführende Vorsitzende waren Bürgermeister Dr. Baumgärtner (1.10.46-31.5.48), Rudolf Buschow (24.3.-1.11.47) und Reinhold Gräter (10.1.47-30.9.48), weitere Vorsitzende Amtsgerichtsrat Willging (15.8.47-31.5.48), Hugo Reppert (4.11.47-4.3.48, versetzt nach Ludwigsburg) und Karl Löhlein (10.2.-10.6.48). Als Öffentliche Kläger fungierten Alfred Keuler (1.7.46-30.9.48), August Walter (8.1.-30.6.48) und Fritz Erb (1.7.46-30.6.48). Geschäftsstellenleiter war Albert Haas. Die meisten Verfahren waren bis zum 30. Juni 1948 abgeschlossen. Zur Erledigung der noch verbliebenen Arbeit wurde bis zur Auflösung der Spruchkammer Ende September 1948 nur noch wenig Personal benötigt.
Bestandsgeschichte: Nach der Auflösung der Spruchkammer Backnang im September 1948 gelangten die Akten an das Archiv des Ministeriums für politische Befreiung bzw. an das Zentralarchiv bei der Zentralspruchkammer Nordwürttemberg. Dieses wurde ab 1.Oktober 1950 dem Staatsarchiv Ludwigsburg angegliedert (Bestand EL 902/3). Im Zuge eines Beständeausgleichs vom Jahre 1976 wurden die Verwaltungsakten aller Spruchkammern 1981 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Bestand EA11/204), jedoch 1992 aufgrund einer neuen Beständeabgrenzung ihrer Provenienz entsprechend als Akten nachgeordneter Dienststellen des Ministeriums für politische Befreiung in das Staatsarchiv Ludwigsburg zurückgeführt (Bestand EL 900/3).
Bearbeiterbericht: Bei Beginn der von Antje Nagel von August bis Oktober 1983 vorgenommenen Verzeichnung im Hauptstaatsarchiv Stuttgart befand sich das Schriftgut, zu dem kein Aktenplan vorhanden war, größtenteils in Schnellheftern und Leitzordnern; einzelne Schriftstücke lagen lose zwischen den Aktenbündeln. Die Beschriftung der Ordner eignete sich nicht zur Übernahme für die Verzeichnung. Für die Korrespondenzakten erschien es sinnvoll, sie zu Sachakten neu zu formieren; allerdings konnten die Betreffserien von Spruchkammerausfertigungen und das Belastungsmaterial des Öffentlichen Klägers in ihrer ursprünglichen Ordnung belassen werden. Bei der Verzeichnung wurden insgesamt 0,07 lfd. m. kassiert. Es handelte sich hierbei um Duplikate, Mustervordrucke, Lieferscheine, Amtsblätter und Pressestimmen. Auch wurden an das Staatsarchiv Ludwigsburg 0,02 lfd. m. Verfahrensakten zurückgegeben. archiviert worden. Auch wurden an das Staatsarchiv Ludwigsburg 0,4 lfd.m. Verfahrensakten zurückgegeben. Nach der erfolgten Rückführung der Spruchkammer-Verwaltungsakten ins Staatsarchiv Ludwigsburg wurde die Verzeichnung leicht überarbeitet und als vorliegendes Findbuch zum Abschluß gebracht. Der Bestand EL 900/3 besteht jetzt aus 58 Archivalieneinheiten mit 1,8 lfd. m. Umfang. Das Repertorium schrieb Frau Hildegard Aufderklamm. Ludwigsburg, im Juni 1995 Dr. Rainer Brüning
Bestandsgeschichte: Nach der Auflösung der Spruchkammer Backnang im September 1948 gelangten die Akten an das Archiv des Ministeriums für politische Befreiung bzw. an das Zentralarchiv bei der Zentralspruchkammer Nordwürttemberg. Dieses wurde ab 1.Oktober 1950 dem Staatsarchiv Ludwigsburg angegliedert (Bestand EL 902/3). Im Zuge eines Beständeausgleichs vom Jahre 1976 wurden die Verwaltungsakten aller Spruchkammern 1981 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben (Bestand EA11/204), jedoch 1992 aufgrund einer neuen Beständeabgrenzung ihrer Provenienz entsprechend als Akten nachgeordneter Dienststellen des Ministeriums für politische Befreiung in das Staatsarchiv Ludwigsburg zurückgeführt (Bestand EL 900/3).
Bearbeiterbericht: Bei Beginn der von Antje Nagel von August bis Oktober 1983 vorgenommenen Verzeichnung im Hauptstaatsarchiv Stuttgart befand sich das Schriftgut, zu dem kein Aktenplan vorhanden war, größtenteils in Schnellheftern und Leitzordnern; einzelne Schriftstücke lagen lose zwischen den Aktenbündeln. Die Beschriftung der Ordner eignete sich nicht zur Übernahme für die Verzeichnung. Für die Korrespondenzakten erschien es sinnvoll, sie zu Sachakten neu zu formieren; allerdings konnten die Betreffserien von Spruchkammerausfertigungen und das Belastungsmaterial des Öffentlichen Klägers in ihrer ursprünglichen Ordnung belassen werden. Bei der Verzeichnung wurden insgesamt 0,07 lfd. m. kassiert. Es handelte sich hierbei um Duplikate, Mustervordrucke, Lieferscheine, Amtsblätter und Pressestimmen. Auch wurden an das Staatsarchiv Ludwigsburg 0,02 lfd. m. Verfahrensakten zurückgegeben. archiviert worden. Auch wurden an das Staatsarchiv Ludwigsburg 0,4 lfd.m. Verfahrensakten zurückgegeben. Nach der erfolgten Rückführung der Spruchkammer-Verwaltungsakten ins Staatsarchiv Ludwigsburg wurde die Verzeichnung leicht überarbeitet und als vorliegendes Findbuch zum Abschluß gebracht. Der Bestand EL 900/3 besteht jetzt aus 58 Archivalieneinheiten mit 1,8 lfd. m. Umfang. Das Repertorium schrieb Frau Hildegard Aufderklamm. Ludwigsburg, im Juni 1995 Dr. Rainer Brüning
58 Büschel (2,0 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ