Einer Menschheit eine Sprache. Johann Martin Schleyer und die Erfindung der Plansprache Volapük
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/005 D023204/102
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/005 Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2002
Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2002 >> Februar 2002
9. Februar 2002
Als der badische Pfarrer Johann Martin Schleyer (1831-1912) am 26.08.1884 in Friedrichshafen am Bodensee den "Ersten Kongress der Weltsprachenfreunde" eröffnete, war er 53 Jahre alt und hatte nach eigenem Bekunden bereits 51 Sprachen studiert. Aber jetzt gab es nur eine für ihn: die Weltsprache Volapük. Diese von ihm auf der Grundlage des Englischen kunstreich ersonnene Sprache sollte aufgrund ihrer vollkommenen Regelmäßigkeit für alle Menschen gleich leicht zu erlernen sein. Als internationales Verständigungsmittel einer gerade im Modernisierungsschub des späten 19. Jahrhunderts "vielgeplagten und zerklüfteten Menschheit" sollte sie Fortschritt und Frieden auf der Welt fördern. Schleyer, der als Pfarrer in etlichen Gemeinden Nord- und Südbadens tätig war und dem seine Streitbarkeit im politisch scharfen Klima des Kulturkampfs eine viermonatige Festungshaft eintrug, wurde zum Pionier der Plansprachenbewegung. Und obwohl Volapük schon bald durch die neue Universalsprache Esperanto in den Schatten gestellt wurde - zunächst mag sich der tiefgläubige Schleyer doch vorgekommen sein wie der Protagonist einer Art Pfingstwunder in moderner Zeit.
0:58:40; 0'58
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Der Samstagabend aus dem Land
Hartwig, Sebastian
Schleyer, Johann Martin
Friedrichshafen FN
Fremdsprache
Kirche: Katholische Kirche: Pfarrer
Sprache
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:31 MEZ
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