Kurfürst Philipp von der Pfalz verkündet in Streitigkeiten zwischen seinem Amtmann zu Kreuznach, Swicker (Schwicker) von Sickingen, einer- und Katharina von Sickingen, Witwe Georgs (Jorgen) von Schauenburg des Älteren, andererseits um 1.750 Gulden, die Swicker von Barbara von Sickingen, Witwe Heinrichs von Weingarten, gegeben werden sollten, sowie um das Dorfs Ingenheim die gütliche Entscheidung seiner Räte: Swicker soll Katherina 500 Gulden in Gold bis Pfingsten zahlen, wonach dann die Angelegenheit geschlichtet ist. Katharina hatte eingewandt, dass der Verkauf Ingenheims seitens ihrer Schwester Barbara gemäß einem Vertrag zwischen den Geschwistern nicht gültig gewesen wäre und ihr als Erbe ihrer Schwester die 1.750 Gulden zufallen sollten. Swicker verwies auf den nach dem Kauf lange Zeit unangefochtenen Besitz und das Wissen seines Vetters Swicker von Schauenberg um die Sache. Die fünf beteiligten Räte des Pfalzgrafen waren: der Kanzler Johann Kämmerer von Dalberg, Postulat (postulirter) des Stifts zu Worms; der Hofmeister Blicker Landschad von Steinach; Doktor Hartmann von Eppingen; Doktor Bernhard Fröwis; Dieter von Handschuhsheim.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz verkündet in Streitigkeiten zwischen seinem Amtmann zu Kreuznach, Swicker (Schwicker) von Sickingen, einer- und Katharina von Sickingen, Witwe Georgs (Jorgen) von Schauenburg des Älteren, andererseits um 1.750 Gulden, die Swicker von Barbara von Sickingen, Witwe Heinrichs von Weingarten, gegeben werden sollten, sowie um das Dorfs Ingenheim die gütliche Entscheidung seiner Räte: Swicker soll Katherina 500 Gulden in Gold bis Pfingsten zahlen, wonach dann die Angelegenheit geschlichtet ist. Katharina hatte eingewandt, dass der Verkauf Ingenheims seitens ihrer Schwester Barbara gemäß einem Vertrag zwischen den Geschwistern nicht gültig gewesen wäre und ihr als Erbe ihrer Schwester die 1.750 Gulden zufallen sollten. Swicker verwies auf den nach dem Kauf lange Zeit unangefochtenen Besitz und das Wissen seines Vetters Swicker von Schauenberg um die Sache. Die fünf beteiligten Räte des Pfalzgrafen waren: der Kanzler Johann Kämmerer von Dalberg, Postulat (postulirter) des Stifts zu Worms; der Hofmeister Blicker Landschad von Steinach; Doktor Hartmann von Eppingen; Doktor Bernhard Fröwis; Dieter von Handschuhsheim.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 829, 158
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1482 September 9 (uff montag nach nativitatis Marie virginis)
fol. 242r-242v
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (Sekretsiegel)
Der Vertrag ähnelt hinsichtlich Aufbau und Inhalt sehr einem anderen vom gleichen Tag, unterscheidet sich aber in einigen Rechtsdetails, vgl. GLAK 67 Nr. 829, fol. 257v-258v (Nr. 176). Kopfregest: "Entscheit zuschen Schwickern von Sickingen und Katherin auch von Sickingen Jorge von Schauwenburg des eltern witte etc.".
Fröwis (Frowis), Bernhard; Jurist, Beisitzer am kurpfälzischen Hofgericht, erw. 1469, 1496 tot
Handschuhsheim, Dieter von; Hofmeister Pfalzgraf Philipps, Hofrichter, 1430-1487
Hartmanni von Eppingen, Hartmann; kurpfälzischer Rat, erw. 1476, 1488
Landschad von Steinach, Blicker XIV.; kurpfälzischer Hofmeister, -1499
Schauenburg, Georg d. Ä. von; ux. Katharina von Sickingen, -1472
Schauenburg, Swicker von; erw. 1477, 1490
Sickingen, Barbara von; m. Philipp von Ingelheim, m. Heinrich von Weingarten, erw. 1452, 1482
Sickingen, Katharina von; Hofmeisterin der Pfalzgräfin Margarethe, m. Georg von Schauenburg d. Ä., -1483
Weingarten, Heinrich von; 1478 tot
Ingenheim : Billigheim-Ingenheim SÜW
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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