Mayen (Bestand)
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4KG 032B
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 4KG Kirchengemeinden >> 4KG 032B Mayen
Bestandsbeschreibung: Die 1821 gegründete Gemeinde Mayen war die erste nach dem Übergang des Rheinlandes an Preußen neu gegründete Gemeinde im Kirchenkreis Koblenz. Sie war eine Diasporagemeinde, der zumeist Beamte der Kreisverwaltung, aber auch Handwerker und Gewerbetreibende angehörten, und umfasste zunächst die gesamte überwiegend katholische Westhälfte des Kirchenkreises. 1854 wurde Kruft an die neu errichtete Gemeinde Andernach abgegeben, 1855 Adenau an die sich bildende Gemeinde Neuenahr-Ahrweiler. 1884 wurde Cochem als eigene Gemeinde ausgegliedert, ebenso 1893 Niedermendig, das aber pfarramtlich mit Mayen verbunden blieb. Der Bestand dokumentiert die verschiedenen Facetten der Entwicklung der Diasporagemeinde Mayen. Gut belegt sind insbesondere die Amtszeit von Pfarrer Brauneck (1914-1950) sowie der durch die Zerstörung der Kirche im Zweiten Weltkrieg erforderlich gewordene Neubau der Jahre 1951 bis 1953. Literatur: Reinhard Dauber: Die erste evangelische Kirche in Mayen, in: Landeskundliche Vierteljahresblätter 32 (1986), S. 95-104; Stefan Flesch: Im Dienst für Kaiser und Vaterland. Eine biographische Skizze des Mayener Pfarrers Theodor Brauneck, in: MEKGR 45/46 (1996/97), S. 335-350. Ergänzende Archivbestände: 1OB 008 (Ortsakten Mayen, ca. 1857-1971); 3MB 009B (Kirchenkreis Koblenz).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ