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Kurmainz: Ämter Höchst und Hofheim (Bestand)
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Enthält: Urkunden 1035-1802
Akten und Rechnungen 1423-1821:
Ämterorganisation, Amtspersonal, Einrichtung des Oberamtes Höchst und Königstein mit den Amtsvogteien Eppstein, Höchst, Hofheim, Königstein und Oberursel 1782 (bis 1803)
Gemeindeverwaltung, Gerichtsorganisation, Amts- und Ortsbeschreibungen, Statistik
Beziehungen zu benachbarten Territorien, insbesondere zu Frankfurt: Streitfälle u. a. um die Landwehr, den Goldsteiner Hof (bis 1821), Austauschverhandlungen über Soden und Sulzbach 1790-1793, ferner Beziehungen zu Hessen-Darmstadt, Hanau, Isenburg, Solms-Rödelheim
Pfandschaften und Lehen der Grafen von Kronberg und Herren von Hattstein
Umfangreiche Überlieferung an Militaria (Einquartierungen usw.) zu den Revolutionskriegen 1792-1801, z.T. weit über die Grenzen des Oberamtes hinausreichend
Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Überwachung der Klubisten 1793-1795
Finanzwesen mit direkten und indirekten Steuern, Wasser- und Wegezölle zu Höchst und Nied, Höfe (u.a. Wiesenhof bei Schwanheim) und Güter, darunter solche der Klöster und Stifte sowie Frankfurter Höfe, Güterverzeichnisse einzelner Gemeinden 17. Jh, Ernteerträge, Weinbau und Weinhandel
Schäfereien und Viehwirtschaft, Markwaldungen und Gemeindewälder, Revierjägerdienste zu Höchst, Hofheim und Schwanheim
Gewerbe und Handel: Bergbau und Hüttenwesen bei Hofheim 1683-1795, Mineralbrunnen zu Weilbach 1784-1815, Höchster Porzellanmanufaktur 1759-1801, Gewerbeansiedlungen in der Höchster Neustadt 1768-1814, Mühlen, Wollhandel, Kurmainzer Geleit zu den Frankfurter Messen
Poststation Hattersheim
Schiffahrt auf dem Main
Bau und Unterhalt herrschaftlicher und kommunaler Gebäude, Bau der Höchster Neustadt Emmerichstadt ab 1768, Straßen- und Wegebau, mit Chauseebau
Kirchenangelegenheiten (auch Evang. Kirche), Pfarrbesetzung, Bau und Unterhalt der Kirchengebäude, Schulen, Judensachen, Judenschutz und Judenzoll, Synagogen, Judenbäder und Friedhöfe
Medizinalwesen, Ärzte und Chirurgen, Apotheken, Veterinärmedizin, Wohlfahrt, Stiftungen
Protokolle des Amtes (Vogteiamtes) Höchst ab 1718, und des Amtes (Kellerei, Vogteiamt) Hofheim ab 1730
Protokollserien und Rechnungen des Oberamtes Höchst und Königstein 1783-1804
Rechnungen der Zollschreiberei und Kellerei Höchst 1423, 1442, 1477, 1544-1815 und der Kellerei Hofheim 1472, 1508, 1546, 1559-1809
Wasserzoll zu Höchst 1701-1802
Register über das Frankfurter Messegeleit zu Wasser bei Höchst 1685-1779
Gemeinde- und Kirchenrechnungen zu allen Amtsorten (außer Marxheim) ab Mitte 17. Jh. bis 1816 durchgehend
Enthält: Urkunden 1035-1802
Bestandsgeschichte: Der Bestand ist aus den Abgaben nach der Säkularisation 1802/03 aus Archivalien von Kurmainz und seiner geistlichen Institute gebildet worden. Er umfasst neben den Akten der Ämter Höchst und Hofheim sowie der Zollschreiberei Höchst auch für die Zeit des Oberamtes Höchst und Königstein (1782-1803) Teile der schriftlichen Überlieferung der zugehörigen Vogteiämter Eppstein, Königstein und Oberursel. Ferner sind hier nach dem Pertinenzprinzip die entsprechenden Akten kurmainzischer Mittel- und Oberbehörden enthalten. Daneben finden sich im Bestand in großem Umfang die Überlieferung der Jahre 1803-1815 aus nassauischer Zeit. In den Bestand eingemischt sind schließlich auch die Akten des dompropsteilichen Ortes Heddernheim (vgl. Abt. 103). Die Urkunden der Abt. 106 wurden im Jahr 2013 mit Fördermitteln der DFG retrokonvertiert.
Geschichte des Bestandsbildners: In den Auseinandersetzungen mit den Nachbarterritorien gelang es Kurmainz bis 1803, am Unterlauf des Mains zwischen Taunuskamm und Mainstrom ein ziemlich geschlossenes Territorium aufzubauen, dessen Kern die Ämter Höchst und Hofheim bildeten. Beide Ämter wurden über lange Zeit hin gemeinsam verwaltet. Zu dem Amt Höchst zählten zuletzt die Orte Griesheim, Höchst, Nied, Schwanheim, Sindlingen, Sossenheim, Weilbach und Wicker, dazu jenseits des Mains die Höfe Mönchhof und Gundhof. Zum Amt Hofheim gehörten die Orte Hattersheim, Hofheim, Kriftel, Marxheim, Münster und Zeilsheim.
Findmittel: Akten und Rechnungen: Repertorium (summarisch) von H. Heinemann und Schulz-Luckenbach, 1993 (Druck)
Findmittel: Rechnungen: DV-Ausdruck
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Urkunden: Repertorium von Struck nach älterer Kartei, 1963
113,725 m (738 Urkunden; 104,5 m Akten und Rechnungen)
Bestand
Sossenheim
Hattersheim
Nied
Schwanheim
Mönchhof
Königstein
Eppstein
Weilbach
Frankfurt
Gundhof
Goldstein, Hof
Griesheim
Heddernheim
Zeilsheim
Münster b. Höchst
Oberursel
Sindlingen
Bad Soden
Marxheim
Wiesenhof b. Schwanheim
Hofheim
Kriftel
Wicker
Sulzbach b. Höchst
Höchst
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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