Akten, Fakten und doch keine Klarheit - Der Fall Werner Krauss und die Widersprüche in den Entnazifizierungsverfahren

Verzeichnungsstufe:
Archivale
Archivaliensignatur:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/007 D043201/103
Kontext:
Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2004 >> Mai 2004
Laufzeit:
26. Mai 2004
Enthältvermerke:
Der Fall des Schauspielers Werner Krauss ist ein bezeichnendes Beispiel für die Frage: Wie ist das mit Schuld und Bühne? Trägt ein Schauspieler Verantwortung für seine Rollen? Kann er für die Wirkung seines Spiels haftbar gemacht werden? Werner Krauss musste sich wegen seiner Mitwirkung im NS-Hetzfilm "Jud Süß" Ende der 40er Jahre vor der Spruchkammer in Stuttgart verantworten. Die Aussagen seiner Bekannten und Kollegen lassen ein eindeutiges Bild dieses "unpolitischen" Menschen nicht zu. Das Entnazifizierungsverfahren brachte keine Klarheit und ist damit kein Einzelfall. Selbst die Frage, ob NSDAP-Mitglieder immer von ihrer Parteizugehörigkeit informiert waren, ist unentschieden. 500 000 Spruchkammer-Akten liegen im Ludwigsburger Staatsarchiv und stoßen auf wachsendes Interesse der Nachfahren. Was können wir auf Grund der widersprüchlichen Akten eigentlich wissen? Über diese weitgehend unerschlossenen historischen Quellen zur NS-Zeit und über das Theater als Ort des Widerstandes und der Propaganda diskutieren der Leiter des Staatsarchivs Ludwigsburg, Dr. Peter Müller, der Germanist Dr. Gunther Nickel, und der Intendant des Stuttgarter Staatstheaters, Friedrich Schirmer. Die Gesprächsleitung hat Sabine Freudenberg.
Umfang:
0:44:30; 0'44
Archivalientyp:
AV-Materialien
Sonstige Erschließungsangaben:
Herkunft: Forum
Indexbegriffe Sache:
Film
Nationalsozialismus: Folgen: Entnazifizierung
Rechtswesen
Schauspieler
Theater
Digitalisat im Angebot des Archivs:
kein Digitalisat verfügbar
Bestand:
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 3/007 Hörfunksendungen des SWR aus dem Jahre 2004
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