Das Stadtarchiv Magdeburg

Stadtarchiv Magdeburg, Rep. A I / W 49

Stadtarchiv Magdeburg, Rep. A I / W 49

Das Stadtarchiv besteht aus dem Endarchiv, dem Bauaktenarchiv und dem Verwaltungsarchiv (Zwischenarchiv). Insgesamt verwahrt es gegenwärtig etwa 7 500 lfm. Archiv-, Schrift- und Sammlungsgut. Zum Endarchiv gehören Akten, Stadtbücher und andere Unterlagen der einzelnen Struktureinheiten der Stadtverwaltung seit 1632, Akten und Protokollbücher der Stadtverordnetenversammlung bzw. des Stadtrates, Akten der eingemeindeten Orte, Sammlungen/Bestände nichtamtlicher Herkunft, wie Nachlässe von Magdeburger Persönlichkeiten, Unterlagen von Vereinen und Gesellschaften, Tageszeitungen seit 1717, Betriebszeitungen der DDR-Zeit, Fotos, historische Ansichtskarten, Stiche, Karten und Pläne, Autographen, Münzen, Plakate, Zeitgeschichtliche Sammlung mit Faltblättern, Tagebüchern, Briefen usw. Die Archivbibliothek ist eine Präsenzbibliothek. Sie umfasst ca. 22 000 Bände, vor allem Magdeburgica vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Die Bauakten bilden etwa ein Drittel des Gesamtbestandes. Der zeitlich um 1830 einsetzende Bestand der ehemaligen städtischen Baupolizei wird durch laufende Aktenabgaben aus dem heutigen Bauordnungsamt ergänzt.

Das Verwaltungsarchiv besteht seit 1952 und fungiert als Vermittler zwischen den Registraturen und dem Endarchiv. Es nimmt Akten auf, die für den laufenden Geschäftsgang nicht mehr benötigt werden. Nach Ablauf der jeweiligen Aufbewahrungsfristen und durchgeführter Bewertung geht ein Teil der Akten in das Endarchiv über, der Rest wird vernichtet.

Für das Archivportal D wurden zunächst die Findbücher von 16 Beständen bereitgestellt. Darunter befindet sich mit Altstadt I der Bestand des Archivs mit der ältesten städtischen Überlieferung (1632-ca. 1815). Sie entstand nach der Zerstörung der Stadt und des Archivs 1631 während des Dreißigjährigen Krieges. Ungefähr die Hälfte des Bestandes ging im Zweiten Weltkrieg verloren. Dem schließt sich der Bestand Altstadt II (bis ca. 1906) an. Im Archivportal D recherchierbar sind auch die Bestände der im 19. Jahrhundert eingemeindeten Städte Sudenburg (Rep. 8), Neustadt (Rep. 7) und Buckau (Rep.6).

Ebenfalls zugänglich sind mehrere kleine Bestände. Bei den Magdeburger Schöffensprüchen (Rep. 53) handelt es sich um Unterlagen des während der NS-Zeit dem Stadtarchiv angegliederten neu gegründeten Instituts zur Erforschung des Magdeburger Stadtrechts. Dazu kommen Bestände, deren Überlieferung sich überwiegend vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts erstrecken, wie der Gewerberat (Rep. 10 B), das Einquartierungsbüro (Rep. 10 C), die Deutsch-Katholische Gemeinde (Rep. 10 F), die Handlungsschule (Rep. 10 H), die Armenverwaltung (Rep. 10 J), die Königliche Eisenbahnhauptwerkstatt Buckau, später: Reichsbahn-Ausbesserungswerk (Rep. 10 W). Die Akten der Fischerbrüderschaft (Rep. 10 D) stammen aus der Zeit von 1637 bis 1929.

Die Findbücher verschiedener Vereine wurden ebenfalls in das Archivportal D eingepflegt. Es handelt sich um den 1867 gegründeten Zweigverein Vaterländischer Frauenverein für Magdeburg und Umgegend (Rep. 10 P), der sich der Pflege und Hilfe für Verwundete in Kriegszeiten und der Bekämpfung gesundheitlicher und wirtschaftlicher Not in Friedenszeiten verschrieben hatte. Die Überlieferung erstreckt sich über die Jahre 1864-1934. Der Allgemeine Deutsche Sprachverein, Zweigverein Magdeburg (Rep. 10 U) hatte den Zweck, die Reinigung der deutschen Sprache von unnötigen fremden Bestandteilen zu fördern, den Sinn für ihre Reinheit und Schönheit zu beleben. Die Überlieferung des 1886 gegründeten Zweigvereins Magdeburg hat einen zeitlichen Umfang von 1886-1944. Der Denkmals-Ausschuss Roland von Magdeburg e.V. (Rep. 10 V) unterstützte die Beschaffung eines Rolanddenkmals für die Stadt Magdeburg sowie die Witwen und Waisen gefallener Kriegsteilnehmer der Stadt aus den für die Nagelung des Denkmals eingegangenen Erträgen. Der Bestand umfasst die Jahre 1915-1920.

Bestände des Stadtarchivs Magdeburg im Archivportal-D