Das Historische Archiv der Stadt Köln

Best. 7020 (Handschriften (W*)), 232, fol. 90

Best. 7020 (Handschriften (W*)), 232, fol. 90

Das Historische Archiv der Stadt Köln ist eines der bedeutendsten europäischen Kommunalarchive nördlich der Alpen, Kölner Stadtgedächtnis und Informationsspeicher für Wissenschaft und Forschung aus aller Welt. Urkunden und Akten der städtischen Verwaltung von den mittelalterlichen Anfängen bis in die heutige Zeit bilden zusammen mit zahlreichen Nachlässen bedeutender Persönlichkeiten und Sammlungen eine dichte Überlieferung, die Antworten auf zahlreiche Fragestellungen an die Geschichte Kölns und des Rheinlands gibt.

 Das Historische Archiv beherbergt neben der städtischen Aktenüberlieferung 65.000 Urkunden, fast 2.000 Handschriften, Pläne und Fotos im Umfang von insgesamt rund 30 Kilometern und vielfältige Zeugnisse aus mehr als 1.000 Jahren regionaler und überregionaler, ja sogar europäischer Geschichte. So verfügt das Archiv beispielsweise über Originale von Albertus Magnus, Napoleon Bonaparte, Jacques Offenbach, Giuseppe Verdi, Karl Marx, Heinrich Böll und Konrad Adenauer.

 Die drei hier im Archivportal in einem ersten Schritt bereitgestellten Klosterbestände (Best. 217 Graloch, Best. 237 Klein Nazareth, Best. 261 Reinold) gelangten am 27. Oktober 1949 als Dauerleihgabe aus dem ehemaligen Hauptstaatsarchiv Düsseldorf (heute Landesarchiv NRW in Duisburg) in die Bestände des Historischen Archivs der Stadt Köln. Sie stehen hier stellvertretend für knapp 70 weiterer Bestände ehemaliger Kölner Stifte, Konvente und Klöster, in denen zahlreiche Zeugnisse geistlichen Lebens, vom Mittelalter bis zur Auflösung der Institutionen (Säkularisation) durch die französischen Besatzungsmächte in den Jahren 1802-1803, überliefert sind. Gemeinsam mit der städtischen Überlieferung sind die Klosterbestände von zentraler Bedeutung für die historische Stadtforschung.

Dass sich die Bestände heute im HAStK befinden, stellt dabei eine bemerkenswerte Ausnahme dar. Weite Teile der Überlieferung der säkularisierten geistlichen Institutionen sind im Verlauf der Geschichte in die Bestände der jeweiligen Landesarchive gelangt und dort verblieben.


Bestände des HAStK im Archivportal-D