Sächsisches Staatsarchiv

Abbildung: Plangelegte und verpackte Risse

Plangelegte und verpackte Risse in der Abteilung 5 Bergarchiv Freiberg (Foto: Bertram Kober, © Sächsisches Staatsarchiv)

 

Das Sächsische Staatsarchiv wurde nach dem „Gesetz zur Modernisierung der Sächsischen Verwaltung und zur Vereinfachung von Verwaltungsgesetzen“ zum 1.1.2005 gebildet. Es umfasst die Abteilungen Zentrale Aufgaben/Grundsatz (mit Archivzentrum Hubertusburg), Hauptstaatsarchiv Dresden (mit Staatsfilialarchiv Bautzen), Staatsarchiv Leipzig, Staatsarchiv Chemnitz und Bergarchiv Freiberg. Mit dem Archivverbund Bautzen und den Standorten Chemnitz, Dresden und Leipzig sowie dem Spezialarchiv für die Montanüberlieferung in Freiberg wird eine effektive und effiziente Aufgabenwahrnehmung in Kundennähe gewährleistet.

Gedächtnis des Freistaates Sachsen

Das Sächsische Staatsarchiv ist das Gedächtnis des Freistaates. Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahr 948. Mit mehr als 100 000 m Akten, 60 000 Urkunden, 700 000 Karten und Plänen, über 1,8 Millionen Fotos, tausenden Filmen und Tonträgern sowie anderen Archivalien dokumentiert es in Schrift und Bild mehr als tausend Jahre sächsischer, deutscher und europäischer Geschichte, macht staatliches Handeln nachträglich transparent und dient so der Festigung des demokratischen Staatswesens.

Auswahl treffen

Dieses Archivgut wird laufend durch Unterlagen ergänzt, die in den Behörden und Gerichten des Freistaats entstehen oder in den Vorgängereinrichtungen entstanden sind und aus denen das Staatsarchiv nach fachlichen Kriterien diejenigen auswählt, denen ein dauerhafter Wert für Verwaltung und Justiz, für Bürger und Wissenschaft zukommt. Das Staatsarchiv übernimmt auch archivwürdige Unterlagen nichtstaatlicher Herkunft, z. B. Nachlässe bedeutender Persönlichkeiten.

Überlieferungslage

Die Überlieferung des Freistaates Sachsen wird grundsätzlich regional in den Abteilungen in Chemnitz, Dresden und Leipzig archiviert. Die staatliche Überlieferung der Oberlausitz bis 1945/52 wird vom Staatsfilialarchiv Bautzen verwahrt. Das Hauptstaatsarchiv Dresden ist für die meisten Zentralbehörden zuständig. Hier sind auch die Militärbestände Sachsens archiviert, die neben denen Bayerns und Württembergs die bedeutendste Länderüberlieferung in Deutschland darstellen. Mit den genealogischen Sammlungen der ehemaligen Deutschen Zentralstelle für Genealogie verfügt das Staatsarchiv am Standort Leipzig über einen besonderen Schatz für die Personenforschung. Im Bergarchiv Freiberg als dem zentralen sächsischen Montanarchiv sind die entsprechenden Bestände zusammengezogen.

Das Sächsische Staatsarchiv ist – wie die anderen ostdeutschen Staatsarchive auch – durch die Verstaatlichung der Wirtschaft in der SBZ/DDR zudem ein großes Wirtschaftsarchiv, dessen Überlieferung auch weit in die Zeit vor 1945 zurückreicht. Neben der umfassenden industriellen Überlieferung aus dem traditionell hochindustrialisierten Sachsen kam durch die Bodenreform nach 1945 flächendeckend Ritterguts- und Adelsüberlieferung in das Staatsarchiv. Und schließlich ist das Staatsarchiv zuständig für die regionale und lokale Überlieferung der staatstragenden Partei der DDR, der SED.

Benutzung

Neben dem Archivportal-D können sich Benutzer auf der Website des Sächsischen Staatsarchivs http://www.archiv.sachsen.de/ in der „Beständeübersicht“ zu derzeit 1,5 Millionen Archivalien informieren. Die Metadaten zu weiteren 4,5 Millionen Archivalien sind bislang nur vor Ort in den Abteilungen des Staatsarchivs recherchierbar.

In den Lesesälen stehen Mikrofilmscanner und Archivalienscanner zur Selbstbedienung zur Verfügung.

Bestände des Sächsischen Staatsarchivs im Archivportal-D