Im Dezember 1982 verübte die sogenannte Hepp-Kexel-Gruppe mehrere Anschläge auf amerikanische Soldaten in Hessen. Damit richtete sich der bundesdeutsche Rechtsterrorismus erstmals gegen Vertreter der westlichen Besatzungstruppen. Bei zwei der verübten Attentate wurde jeweils ein amerikanischer Soldat schwer verletzt. Weil Bekennerschreiben fehlten, tappten die Sicherheitsbehörden lange im Dunkeln. Erst im Februar 1983 wurde die Gruppierung zerschlagen, wobei der zentralen Führungsperson Odfried Hepp die Flucht in die DDR und später den Nahen Osten gelang. Er konnte 1985 in Paris verhaftet werden. Der nachfolgende Text basiert sowohl auf der Auswertung von Sekundärliteratur als auch auf einer Analyse von Originalquellen aus der damaligen Zeit, die sich im Generallandesarchiv Karlsruhe befinden. Da aus den Originaldokumenten leider nur wenig über die Betroffenen zu erfahren ist, basieren die diesbezüglichen Ausführungen im Text zu einem Großteil aus Informationen aus Sekundärliteratur.
Einleitung
Hintergrund
Die Hepp-Kexel-Gruppe entstand nicht im luftleeren Raum. In den Jahren zuvor hatte sich in Teilen des Rechtsextremismus ein starker „antiimperialistischer Befreiungsnationalismus“ entwickelt (Berliner Morgenpost, 23.2.1983). Der Szeneführer Michael Kühnen formulierte, dass man „das Problem des Westimperialismus noch stärker“ empfand, „als das des Ostimperialismus“. Außerdem merkte Kühnen an, dass der Antiamerikanismus „historisch betrachtet eine alte Strömung“ im rechtsextremen Lager sei (zitiert nach: ARD, Tagesthemen, 21.2.1983).
Spätestens ab Anfang 1982 befassten sich die beiden Rechtsextremisten Odfried Hepp und Walther Kexel damit, auf Basis dieser ideologischen Einstellungsmuster konkrete terroristische Strukturen aufzubauen. So wurden zunächst weitere Gruppenmitglieder angeworben und zur Finanzierung ihrer Aktivitäten verübte die neugegründete Gruppe zwischen April und Dezember 1982 fünf Banküberfälle. Außerdem besaß die Gruppierung in Frankfurt am Main eine konspirative Wohnung.
Ablauf
Am 14. Dezember 1982 wurden kurz nach Mitternacht in Butzbach, Darmstadt und Frankfurt am Main an Autos amerikanischer Soldaten Sprengsätze angebracht, die bei Belastung des Sitzes ausgelöst wurden. Die sechs Personen umfassende Gruppe hatte sich für dieses Vorhaben in jeweils drei zweiköpfige Kleinstgruppen aufgeteilt, um mehrere Anschläge an unterschiedlichen Orten gleichzeitig zu begehen.
In Butzbach (am Morgen des 14. Dezember) und Darmstadt (am Nachmittag des 15. Dezember) wurden zwei amerikanische Soldaten durch die Explosionen schwer verletzt. Der Sprengsatz in Frankfurt wurde nicht ausgelöst, weil der einsteigende US-Soldat am Morgen des 14. Dezember am Sitz hervorstehende Drähte bemerkte.
Neben diesen drei Anschlägen waren Mitglieder der Hepp-Kexel-Gruppe mutmaßlich noch für mindestens zwei weitere Anschläge verantwortlich. So explodierte am 31. Oktober 1982 in einer US-Wohnsiedlung in Gießen ein Sprengsatz, der glücklicherweise niemanden verletzte, aber 20 Personenwagen zerstörte (siehe Titelfoto). Außerdem wurde am 15. November 1982 in einem von amerikanischen Soldaten und ihren Familien bewohnten Hochhaus in Eschborn ein Sprengsatz hinterlegt. Dieser wurde von zwei amerikanischen Hausbewohnern entdeckt, sodass er rechtzeitig entschärft werden konnte. Allerdings mussten mehr als 2500 Mieter für mehrere Stunden ihre Wohnungen verlassen. Bei einer Detonation der Bombe wären mit hoher Wahrscheinlichkeit Verletzte oder gar Tote zu beklagen gewesen.
Die Täterschaft zu diesen beiden Anschlägen in Gießen und Eschborn konnte erst viele Jahre später, nach der Verhaftung des Gruppenmitgliedes Odfried Hepp, ermittelt werden (vgl. BKA: Beschuldigtenvernehmung Hepp, S. 296).
Opfer und Betroffene
Bei der Detonation des Sprengsatzes in Butzbach wurde der US-Soldat Ricky S. (geb. 1962) verletzt. Er konnte sich zwar nach der Explosion aus dem brennenden Wagen retten, trug jedoch schwere Verletzungen davon. So erlitt er starke Verbrennungen im Gesicht und an der rechten Hand. Außerdem kam es durch die Explosion zu Verletzungen am Unterleib und rechten Bein. Auch platzten ihm beide Trommelfelle. Ricky S. schilderte den Anschlag vor den Vernehmungsbeamten später wie folgt:
„Ich habe die Fahrertür aufgeschlossen und mich auf den Fahrersitz gesetzt. Ich habe mich richtig in den Sitz geräkelt und versucht, indem ich mich nach vorne beugte, den Zündschlüssel in das Zündschloß zu stecken. Ich kann heute nicht mehr sagen, ob mir das gelungen ist. Während ich mich nach vorne beugte, sah ich einen grellen Blitz vor meinen Augen und hatte einen Pfeifton in den Ohren. Ein Explosionsgeräusch habe ich nicht gehört. Ich war einige Sekunden benommen und ich sah, daß das Fahrzeug brannte. Ich war nicht angeschnallt und bin sofort aus dem Auto herausgesprungen“ (Hessisches LKA: Zeugenvernehmung, S. 162).
In Darmstadt war es der Hauptmann der US-Streitkräfte Howard B. (geb. 1955), der sich nichtsahnend in sein Fahrzeug setzte und dadurch den Zündmechanismus des präparierten Sprengsatzes auslöste. Er erlitt Verbrennungen und Schnittwunden am Gesicht, rechten Bein und an der Stirn. Er war sieben Tage dienstunfähig und trug langfristige Schäden am Hörvermögen davon. Howard B. gab den Anschlag später wie folgt wieder:
„Nachdem ich die Fahrertür geöffnet hatte, setzte ich mich auf den Fahrersitz. Als ich Körperkontakt mit dem Sitz hatte, explodierte auch schon die Bombe. Das ging alles so schnell, dass ich noch nicht die Fahrzeugtür zugemacht hatte. […] Als ich aus meinem Fahrzeug kam, hatte ich das Gefühl, dass ich am gesamten Körper brennen würde“ (Hessisches LKA: Vernehmung, o.S.).
Über die beiden Opfer, ihr Leben vor und nach den Anschlägen ist bis heute kaum etwas bekannt (vgl. Absatz „Leerstellen“). Allerdings lassen sich einige allgemeine Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Opfergruppe an sich, die US-GIs, gewinnen.
Ihre Lebenswelt (in Hessen) war im Laufe der Jahrzehnte (erst 2008 verließen die letzten Truppen die Städte Hanau, Gießen und Darmstadt) einem Wandlungsprozess unterworfen, der mit der wechselvollen deutsch-amerikanischen Geschichte einherging.
So kamen die amerikanischen Soldaten 1945 zunächst als Besatzer (als Befreier wurden sie vielfach noch nicht angesehen) nach Nazi-Deutschland, das den II. Weltkrieg begonnen und dann auch verloren hatte. Alsbald bildeten sich, den alliierten Siegermächten entsprechend, vier Besatzungszonen. Die amerikanische Besatzungszone erstreckte sich auf die (späteren) Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg sowie Hessen und war historisch einmalig: „Dieses Zusammenleben war, wenn man so will, Teil eines einzigartigen sozialen und kulturellen Experiments. Nie zuvor in ihrer Geschichte haben sich die USA außerhalb ihres Kontinents in vergleichbarer Form militärisch engagiert, wie dies in Deutschland nach 1945 der Fall war. Von 1945 bis 1993 haben rund 15 Millionen Amerikaner in Westdeutschland gelebt, zum größten Teil Militärangehörige. Die Garnisonsstädte waren in gewisser Weise Laboratorien: des interkulturellen Zusammenlebens, der Amerikanisierung, aber auch des Widerstands gegen die Einflüsse aus Übersee“ (Bavendamm, Einleitung, S. 11).
Allein in Hessen waren, über mehrere Jahrzehnte verteilt, mehr als 60.000 US-Soldaten samt ihren Familien stationiert. Zwischen den US-Amerikanern und der deutschen Bevölkerung entwickelten sich im Laufe der Zeit vielfältige Beziehungen, die mal wirtschaftlicher, mal privater Natur waren.
In den ersten Monaten nach dem Ende des II. Weltkrieges war dies jedoch nicht zwangsläufig abzusehen. Denn für die deutsche Bevölkerung waren die Amerikaner ja zunächst einmal fremde Besatzer und auch auf amerikanischer Seite gab es Vorbehalte: Denn „bis Ende 1945 hielten die Amerikaner offiziell an einem strengen Fraternisierungsverbot fest. Dies erwies sich jedoch als wenig alltagstauglich. Vor allem zu Kindern entstanden rasch spontane Kontakte. Im Umgang mit den Erwachsenen spielten der Bedarf an sprachkundigen Arbeitskräften und alltäglichen Dienstleistungen ebenso eine Rolle wie persönliche Sympathie, Freundschaft oder Liebe“ (Bavendamm, Einmarsch, S. 19). Aufgrund dessen wurde das Verbot bald schrittweise aufgehoben.
Als ein Meilenstein in der sich entwickelnden deutsch-amerikanischen Freundschaft galt die sogenannte Berliner Luftbrücke. Sie führte dazu, dass sich die deutsche Haltung gegenüber den Amerikanern zunehmend positiver entwickelte (vgl. Bavendamm, Neuanfang, S. 51). Außerdem führte die Berliner Blockade gemeinsam mit dem Koreakrieg zu der verstärkten Einsicht der USA, in Westdeutschland dauerhaft größere Truppenkontingente stationieren zu lassen (vgl. Halsey: Little America, S. 93).
Diese mussten irgendwo untergebracht werden. In der Konsequenz entstanden im Laufe der 1950er Jahre „großflächige Siedlungen und Gebäudekomplexe in unmittelbarer Nähe zu den Kasernen, die das Ortsbild vieler hessischer Städte nachhaltig veränderten. Mit Übergabe der Housing Areas endete die Nutzung von beschlagnahmtem Wohneigentum durch die US-Streitkräfte“ (ebd.). In Hessen entstanden so in diesem Jahrzehnt „13 421 Wohneinheiten, davon die meisten in Frankfurt und Hanau. Im Regelfall wurden die Siedlungen in Kasernennähe gebaut. […] In den Militärgemeinden entstand eine beachtliche Infrastruktur aus Schulen, Kirchen, Einkaufszentren, Freizeit und Sporteinrichtungen“ (ebd., S. 94).
Diese Wohngebiete, die „ein getreues Abbild des amerikanischen Vorstadtlebens“ darstellten, brachten im Laufe der Zeit jedoch Probleme mit sich (ebd., S. 101). Denn durch wirtschaftspolitische Entscheidungen der Nixon-Regierung begann in den 1970er Jahren der Dollarkurs stark zu sinken, was zur Folge hatte, dass „sich die Soldaten und ihre Familien immer stärker auf die Stützpunkte“ zurückzogen, weil das Leben dort günstiger war (Bavendamm: Einleitung, S. 13). Zusammen mit anderen sozialen und demografischen Entwicklungen schwand „auf amerikanischer Seite über die Jahre das Bedürfnis [...], die Basen zu verlassen. Umgekehrt verloren viele Deutsche das Interesse an persönlichen Kontakten mit den Amerikanern“ (ebd., S. 14).
Dies hing auch damit zusammen, dass sich das Verhältnis zu den Amerikanern in weiten Teilen der westdeutschen Gesellschaft ab Ende der 1960er-Jahre zu verschlechtern begann. Im Juni 1963 noch besuchte Präsident John F. Kennedy die Rhein-Main-Region und wurde dort frenetisch empfangen: „Die Begeisterung vom Sommer 1963 markierte den Höhepunkt einer mehrheitlich positiven Amerika-Rezeption“. Doch der Vietnamkrieg begann das deutsch-amerikanische Verhältnis zu verändern: „Die Proteste, wesentlich vom Sozialistischen Deutschen Studentenbund [...] getragen, waren ein Sammelbecken für vielschichtige Gruppierungen: Reform- und Anti-Atombewegung, Kritiker des Bildungssystems und Gegner der Notstandsgesetze. Im Kampf gegen den Vietnamkrieg, gegen den ‚US-Imperialismus‘ in Fernost, wie die neue Rhetorik lautete, fanden viele eine Schnittmenge. Die amerikanische Präsenz in Europa wurde zusehends in Frage gestellt, in Teilen auch offener Anti-Amerikanismus ausgelebt. So war das Amerika-Haus in Frankfurt in den 1960er-Jahren wiederholt Zielscheibe von Anschlägen, Demonstranten provozierten, indem sie ihre Parolen vor US-Kasernen skandierten“ (Bavendamm, Unter dem Eindruck, S. 175). Seit Ende der 1970er-Jahre begann sich dieser Konflikt noch zu verschärfen: Die Militärpräsenz der Amerikaner wurde von der sich formierenden Friedensbewegung stark kritisiert, insbesondere der sogenannte NATO-Doppelbeschluss von 1979 wurde als Symbol eines militärischen Wettrüstens gesehen. Zugleich attackierte die Rote Armee Fraktion (RAF) diese militärische Präsenz ab den 1980er-Jahren auch gewaltsam und verübte 1985 einen schweren Anschlag auf die Rhein-Main Air Base (vgl. Halsey, Hessen, S. 207).
Etwa zur gleichen Zeit, wie die US-Präsenz von Seiten der Friedensbewegung zunehmend in die Kritik und ins Visier der linksextremen RAF geriet, vollzog sich auch in Teilen des rechtsextremen Lagers ein Wechsel in der Wahrnehmung: Die USA galten vielfach nicht mehr als Beschützer vor dem Kommunismus, sondern als Zerstörer des deutschen Volkes. Genau in dieser Situation wurde sodann die Hepp-Kexel-Gruppe aktiv, die mit ihren Anschlägen gegen einfache GIs einen Rückzug der US-Streitkräfte aus Westdeutschland bezwecken wollte.
Betroffene der Anschläge
Ricky S.
US-Soldat Ricky S. (geb. 1962) war ein amerikanischer GI, der in Westdeutschland stationiert war. Er wurde in Butzbach Opfer von einem Sprengstoffanschlag, der durch die Hepp-Kexel-Gruppe verübt worden war und erlitt schwere Verletzungen. Auch in Darmstadt und Frankfurt kam es zu Anschlägen auf GIs. Dass keiner der US-Soldaten verstarb, war bloßer Zufall bzw. pures Glück.
Howard B.
US-Soldat Howard B. (geb. 1955) war ein amerikanischer GI, der in Westdeutschland stationiert war. Er wurde in Darmstadt Opfer von einem Sprengstoffanschlag, der durch die Hepp-Kexel-Gruppe verübt worden war und erlitt schwere Verletzungen. Auch in Butzbach und Frankfurt kam es zu Anschlägen auf GIs. Dass keiner der US-Soldaten verstarb, war bloßer Zufall bzw. pures Glück.
Täter
Die beiden Hauptakteure waren die namensgebenden Personen Odfried Hepp (geb. 1958) und Walther Kexel (1961–1985). Hepp war als Jugendlicher beim Bund Heimattreuer Jugend (BHJ) und der Wiking-Jugend aktiv. Über seine Zeit beim BHJ gab Hepp später an:
„Dort wurde vor allem die Sowjetunion und der Kommunismus für die Teilung Deutschlands verantwortlich gemacht. Den westlichen Siegermächten des II. Weltkrieges wurde aber ebenfalls Schuld zugemessen, da sie die Teilung nicht mit allen Mitteln verhindert hätten. Als Verteidiger der Demokratie seien sie daher unglaubwürdig. In Wirklichkeit seien sie sogar aufgrund ihrer Macht- und Wirtschaftsinteressen an einer solchen Entwicklung interessiert gewesen. Das System der DDR war als eine von der sowjetischen Besatzungsmacht aufgezwungene kommunistische Diktatur verhasst, während man die Bundesrepublik als unmündige Kolonie der Westmächte mit beschränkter Entscheidungsfreiheit verachtete“ (Hepp, Stellungnahme, S. 6). Der Grundstein von Hepps Antiamerikanismus wurde also bereits dort gelegt.
Ende der 1970er-Jahre baute er dann in seiner Heimat im badischen Ortenau-Kreis eine neonazistische Gruppe auf. 1980 machte er sich auf den Weg in den Libanon, wo er sich der kurz zuvor in der Bundesrepublik verbotenen Wehrsportgruppe Hoffmann anschloss und Ausbildungen unter der Leitung der Palestine Liberation Organization absolvierte. Die WSG Hoffmann war im Januar 1980 verboten worden und nutzte das Exil im Libanon, um weiterhin aktiv bleiben zu können. Hepp wurde, wie die anderen Mitglieder, militärisch geschult. So fanden Übungen mit Waffen und Sprengstoff statt. Nach seiner Rückkehr in die Bundesrepublik im Sommer 1981 musste Hepp zunächst eine Haftstrafe absitzen, die auf Aktivitäten vor dem Libanon-Aufenthalt zurückging. Im Anschluss an seine Haftentlassung im Dezember 1981 baute er gemeinsam mit Walther Kexel terroristische Strukturen im hessischen Raum auf.
Jener Kexel war davor führend bei der rechtsextremen Volkssozialistischen Bewegung Deutschlands aktiv und bereits in den Jahren zuvor im Frankfurter Raum einschlägig in Erscheinung getreten (vgl. Muschiol, Einzeltäter?, S. 122).
Kennengelernt hatten sich Hepp und Kexel laut Eigenangaben im Dezember 1981 auf dem Anwesen des bundesweit bekannten Neonazi-Führers Kurt Müller in Mainz.
Weitere Gruppenmitglieder waren Helge Blasche, Dieter Sporleder, Ulrich Tillmann und Hans-Peter Fraas. Letzterer war 1980/81 mit Hepp gemeinsam im Libanon im Rahmen der WSG Hoffmann aktiv, hatte also – ebenso wie andere Mitglieder der Hepp-Kexel-Gruppe – einen rechtsextremen Hintergrund.
Während im Februar 1983 – nach mehreren Monaten terroristischer Aktivität – die meisten Mitglieder der Hepp-Kexel-Gruppe festgenommen werden konnten, entzog sich Hepp den bundesdeutschen Strafverfolgungsbehörden durch eine Flucht in die DDR. Von dort gelangte er weiter in den Nahen Osten, wo er für die Palästinensische Befreiungsfront aktiv war. Erst im April 1985 erfolgte seine Festnahme in Paris, von wo er wenig später nach Westdeutschland überstellt wurde.
Odfried Hepp, der sich als Aussteiger aus dem Rechtsextremismus sieht, gab im Jahr 2022 seinen Nachlass im Generallandesarchiv Karlsruhe ab (vgl. N Hepp). Darunter befindet sich auch zahlreiches privates Bildmaterial. Es stellt einen einzigartigen Einblick in die Lebenswelt eines Rechtsterroristen dar, weshalb an dieser Stelle auch drei ausgewählte Fotos in Form einer Bildergalerie angesehen werden können.
Dabei sind jedoch wichtige Hinweise zu beachten: So sind die Bilder insbesondere hinsichtlich des potentzellen Inszenierungscharakters durch Odfried Hepp kritisch einzuordnen. Außerdem wirkt das Bildmaterial mitunter verstörend, da Hepp schwerste Gewalttaten beging und auf den Fotos teils lächelnd posiert. Schließlich ist immer nur Hepp selbst zu sehen, was zu einer problematischen Individualisierung der Thematik des Rechtsterrorismus führen kann.
Allerdings zeigen die Bilder und ihre Hintergründe bei genauerer Betrachtung exemplarisch auf, dass Hepp während seines Radikalisierungsprozesses sowie seines Terrorismus auf Personen oder Institutionen stieß, die entweder das eine oder das andere nicht (rechtzeitig) stoppten, sondern mitunter gar beförderten:
Er kam aus einem bürgerlichen Elternhaus, das ihn in eine rechtsextreme Jugendorganisation schickte. Er diente in der Bundeswehr, wo man ihn trotz seines eindeutigen Ideologiebekenntnisses nicht vor die Kasernentore setzte. Er agierte monatelang ungehindert in einer rechtsterroristischen Gruppierung und hielt dabei die Ermittlungsbehörden zum Narren. Er konnte nach der Zerschlagung seiner Gruppierung auf eine jahrelange Unterstützung von militanten Palästinensern zählen, die seine antizionistischen/antisemitischen Ansichten teilten. Hepp war vieles, nur kein Einzeltäter.
Tatmotiv und Ideologie
Die Gruppierung hatte Mitte 1982 ein Manifest verfasst, das den Titel „Abschied vom Hitlerismus“ trug. Der Text wurde zunächst vornehmlich innerhalb des rechtsextremen Lagers – etwa in der Publikation Bauernschaft des Holocaustleugners Thies Christophersen – veröffentlicht. Einige Monate später wurde er jedoch auch in der taz abgedruckt, da sich der Inhalt zumindest in Teilen auch an die linke Szene richtete. Das Pamphlet stieß in rechtsextremen Kreisen sowohl auf explizite Ablehnung wie auch auf Zustimmung. In ihrem Schreiben kritisierten die beiden Autoren, Odfried Hepp und Walther Kexel, einen aus ihrer Sicht zu starken Hitlerbezug der rechtsextremen Szene, vor allem aber nahmen sie eine zentrale Schwerpunktsetzung vor: Nicht mehr die Sowjetunion sei der zentrale Feind, sondern die USA. Odfried Hepp erläuterte einige Jahre später vor Vernehmungsbeamten die Einstellung der Gruppe wie folgt:
Die Hepp-Kexel-Gruppe war demnach explizit antiamerikanisch eingestellt und lehnte die militärische Anwesenheit der USA in Westdeutschland ab. Mit den Anschlägen auf einfache amerikanische Soldaten wurde der Versuch unternommen, diese einzuschüchtern und eine Verunsicherung hervorzurufen. In letzter Konsequenz sollte ein Abzug der US-Truppen bewirkt werden. So verfolgte die Gruppe mit den Anschlägen die Strategie, „[dass] die amerikanischen Soldaten verunsichert und veranlaßt werden, ihre Kasernen nur noch selten zu verlassen. Auf lange Sicht sollten die US-Truppen durch weitere Anschläge zum Abzug aus der Bundesrepublik gezwungen werden“ (zitiert nach: Muschiol, Einzeltäter?, S. 152).
Innerhalb der Gruppierung gab es zudem auch weitergehende Ziele, also für die Zeit, nach der man die US-Streitkräfte zum Verlassen Westdeutschlands bewegt hätte: „Unser Staatsziel war, einen anderen Staat zu errichten, gegen den der ›Hitlerstaat‹ noch human gewesen ist“ (zitiert nach: ebd., S. 244).
Tote waren von der Hepp-Kexel-Gruppe dabei explizit mit einkalkuliert worden. Laut Anklageschrift der Generalbundesanwaltschaft (GBA) war es der Gruppe „gleichgültig, daß die US-Soldaten durch die Explosion der Sprengkörper getötet werden konnten. Für Hepp war entscheidend, daß der gleichzeitige Angriff gegen mehrere US-Soldaten an verschiedenen Orten Erfolg hatte. Er hoffte zwar, daß die US-Soldaten nur verletzt werden und nicht ums Leben kommen würden, jedoch hielt er auch schlimmere Folgen, nämlich tödliche Verletzungen für möglich. Das nahm er indessen um des von ihm verfolgten Endzieles willen billigend in Kauf“ (GBA: Anklageschrift, S. 49).
Weil Bekennerschreiben fehlten, nahmen die Ermittler zwei Monate lang eine linksextremistische Täterschaft an.
Ermittlungen und juristische Aufarbeitung
Bei den Anschlägen der Hepp-Kexel-Gruppe wurden von den Tätern keine Bekennerschreiben hinterlegt. Die Ermittler nahmen zwei Monate lang eine linksextremistische Täterschaft an, obwohl bei Anschlägen durch Linksterroristen (RAF, Revolutionäre Zellen) zumeist Bekennerschreiben verfasst wurden. Erst im Februar 1983 erfolgte die Festnahme der Gruppenmitglieder Dieter Sporleder, Hans-Peter Fraas und Helge Blasche in Frankfurt am Main. Die Gruppe flog nur deshalb auf, weil ein Hinweisgeber aus der Bevölkerung den Sicherheitsbehörden merkwürdige Vorgänge in einer Frankfurter Wohnung meldete. Beim Zugriff durch die Polizei vermutete man zunächst, dort Linksterroristen anzutreffen. Und erst jetzt – nach den erfolgten Verhaftungen und Geständnissen der Festgenommenen – konnten der Gruppe bislang ungeklärte Anschläge zugewiesen werden. Zugleich wurden Walther Kexel und Ulrich Tillmann in England bei einem sympathisierenden englischen Rechtsextremisten verhaftet.
Odfried Hepp hingegen konnte von den Ermittlungsbehörden sehr lange nicht gefasst werden. Er entzog sich im Februar 1983 dem Zugriff der westdeutschen Polizei durch eine Flucht nach Ost-Berlin. In der DDR war Hepp als Informant bereits seit Anfang 1982 bekannt, wobei er sich der DDR-Staatssicherheit selbst angedient hatte. Zwar half die Stasi Hepp nicht bei seinen terroristischen Aktivitäten, wurde vielmehr über diese von ihm sogar lange im Unklaren gelassen. Allerdings half das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) Hepp dabei, in den Nahen Osten zu gelangen, wo er sich einer Verhaftung entziehen konnte. Er wurde erst 1985 in Paris festgenommen, nachdem er den bundesdeutschen Ermittlungsbehörden zwei Jahre lang entkommen konnte. 1987 erfolgte seine Verurteilung zu zehneinhalb Jahren Haft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Die weiteren Gruppenmitglieder waren bereits 1985 verurteilt worden. Walther Kexel, der zu vierzehn Jahren Haft verurteilt worden war, nahm sich am Abend nach der Urteilsverkündung in seiner Zelle das Leben.
Reaktionen
Die Gewalttaten der Hepp-Kexel-Gruppe riefen viele Reaktionen hervor, da bundesdeutsche Rechtsterroristen hier erstmalig antiamerikanische Anschläge verübten und zuvor ein öffentlichkeitswirksames Manifest verfasst hatten.
Schon vor dem Bekanntwerden der rechtsextremen Täterschaft gab es in den USA Stimmen aus der Politik, die offen über einen Abzug amerikanischer Soldaten nachdachten. Bereits nach dem Anschlag in Gießen im Oktober 1982, bei dem zwanzig Autos und zwei Wohnhäuser schwer beschädigt worden waren, erschien in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein längerer Artikel, der mit „Die amerikanischen Soldaten sorgen sich um ihre Familien“ betitelt war. Berichtet wurde unter anderem über Überlegungen von US-Soldaten, „die Familie nach Hause zu schicken“. Auch war zu lesen, dass mitunter „viele Soldaten zu verstehen gegeben“ hätten, dass sie die „Sprengstoffanschläge als Ausdruck einer antiamerikanischen Welle, die sich ihrer Meinung nach in Deutschland zunehmend ausbreite“, verstünden (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.11.1982). In der Presse wurde sodann bemerkt, dass die Verhaftung der Mitglieder der Hepp-Kexel-Gruppe „auf die amerikanischen Familien in Deutschland beruhigend wirkt“, da die antiamerikanischen Anschläge diese Personen „stark verunsichert“ hätten (Die Welt, 19.2.1983).
Bundesjustizminister Hans Engelhardt sah sich dazu veranlasst zu betonen, dass hinter den Anschlägen keine allgemeine antiamerikanische Stimmung in der Gesellschaft stünde.
Später wurde die Gruppe mitunter entpolitisiert, was einem damals gängigen Umgang mit Rechtsterrorismus entsprach. So war in der Zeitung Die Welt zu lesen: „Ihr Götze hieß jedoch Mammon und nicht Adolf Hitler, sagen jetzt die Fahnder“ (Die Welt, 23.9.1983).
Auswirkungen
Konkrete Auswirkungen auf Gesetzgebungsverfahren oder die Arbeitsweise von staatlichen Institutionen im Kontext von Rechtsterrorismus hatte die Anschlagsserie der Hepp-Kexel-Gruppe nicht. Als es Mitte der 1980er-Jahre zu einer Novellierung der Terrorismusgesetzgebung im Deutschen Bundestag kam, spielte der Rechtsterrorismus im Allgemeinen und die Hepp-Kexel-Gruppe im Besonderen keine Rolle. Handlungsleitend für Politik und Sicherheitsbehörden blieb der Linksterrorismus.
Hervorgehoben werden muss an dieser Stelle der Umstand, dass es wenige Jahre später schwieriger wurde, Anschläge auf US-GIs zu verüben, weil die US-Truppen (bis auf Ausnahmen wie die Ramstein Air Base) das wiedervereinigte Deutschland verließen. Die deutsche Einheit, die jahrzehntelang vornehmlich als demokratische Feierstunde betrachtet wurde, war somit gewissermaßen auch für den deutschen Rechtsextremismus ein Glücksfall.
Denn das, was man im rechtsextremen Lager als „Besatzungsmächte“ brandmarkte, verließ in den Jahren nach der Wiedervereinigung Deutschland. Damit erübrigte sich der antiamerikanisch eingestellte Rechtsterrorismus gegen US-Soldaten quasi von selbst. Diese Ambivalenz des deutsch-deutschen Einigungsprozesses in Bezug auf die rechtsextreme Szene sollte stets mitbedacht werden.
Gedenken und Erinnerungskultur
Im Fall der Anschläge der Hepp-Kexel-Gruppe ist keine Form der aktiven Gedenk- und Erinnerungskultur bekannt. Dies mag zum einen daran gelegen haben, dass der Terrorismus glücklicherweise keine Todesopfer forderte. Zum anderen jedoch ist auf die geringe gesellschaftliche Sensibilisierung gegenüber rechter Gewalt in jener Zeit hinzuweisen.
Hinzu kommt die spezielle Opfergruppe, denn „US-Soldaten, die immer wieder und speziell in den 1970er- und 1980er-Jahren zu Zielen verschiedener Formen von politischer Gewalt wurden, spielen in der bundesdeutschen Erinnerungskultur keine Rolle" (HLZ: Entstehungsgeschichte).
Kontroversen und Diskussionen
Da der Rechtsterrorismus der Hepp-Kexel-Gruppe eine antiamerikanische Stoßrichtung besaß, rief er auch Reaktionen aus dem Linksterrorismus hervor. So nahmen Anfang April 1983 die Revolutionären Zellen (RZ) in einem in der taz abgedruckten Statement zu den Anschlägen der Hepp-Kexel-Gruppe Stellung. In den Ausführungen fand eine Distanzierung und Klarstellung statt: Im Gegensatz zu den Anschlägen der Hepp-Kexel-Gruppe habe man selbst ausschließlich Ziele wie Offizierskasinos oder „Filialen der US-Multis“ angegriffen, „ohne daß dabei auch nur einer der kleinen deutschen oder amerikanischen Angestellten zu Schaden gekommen wäre“ (taz, 6.4.1983). Weiter wurde formuliert: „Die Strategien der Spannung und des Blutbades sind das Terrain von faschistischen Gruppierungen oder von Geheimdiensten, für die Menschen ohnehin nur Schachfiguren sind“. Man verfolge einen völlig anderen Ansatz als auf der extrem rechten Seite: „Unser langer Kampf um Befreiung kommt von unten und spielt nicht mit dem Leben von Menschen, weder unserer eigenen Genossinnen und Genossen, noch dem anderer Menschen.“
Zudem stellten die Revolutionären Zellen fest, dass sie die antiamerikanische Stoßrichtung der rechtsextremen Anschläge kaum überrasche: „Der Übergang faschistischer Gruppen von antisemitischen Aktionen und Terror gegen Arbeitsmigranten und Asylanten hin zu antiamerikanischen Anschlägen ist dabei nur auf den ersten Blick überraschend. Sie operieren dabei in erster Linie auf derselben Linie von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.“ Auch die Anschläge auf die amerikanischen Soldaten würden, so die RZ, in die extrem rechte Grundstrategie, marginalisierte Gruppen zu attackieren, passen: „Ausländerhatz und Fremdenfeindlichkeit, die Aussonderung und Verfolgung all dessen, was ‚anders‘ ist, sind in der BRD nach wie vor tief verankerte Motive, die die Faschisten in ihr Kalkül einbeziehen. Gerade im Rhein-Main-Gebiet, in den Städten und Gemeinden, in denen US-Truppen stationiert sind, gibt es gegen amerikanische Soldaten, vor allem gegen Farbige, rassistische Gefühle wie anderswo gegen Türken und Araber“ (ebd.).
Eine gesamtgesellschaftliche Debatte über extrem rechte Ideologien und Strukturen, rechte Gewalt und rechten Terror war nach den Anschlägen der Hepp-Kexel-Gruppe jedoch nicht zu verzeichnen. Vielmehr gerieten die Aktivitäten der Gruppe, ihre Taten und ihre Opfer recht schnell in Vergessenheit. Ein Umstand, der zumeist für den gesamten Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik vor 1990 festgestellt werden muss.
Leerstellen und offene Fragen
Bis heute ist kaum etwas über die Betroffenen der Anschläge bekannt. Wie sah ihr Leben vor den Anschlägen aus, wie veränderte es sich danach? Was für (langfristige) Auswirkungen hatte die Gewalt auf die Betroffenen und ihre Angehörigen? Änderten sich nach den Anschlägen die alltäglichen Verhaltensmuster der Betroffenengruppe insgesamt?
Nicht bekannt ist zudem, welche Bedeutung dem Tatmotiv Rassismus (insbesondere der Hautfarbe der Betroffenen) bei der Anschlagsserie der Hepp-Kexel-Gruppe zukam. Inwiefern sahen die Täter in ihrer Opfergruppe nicht „nur“ fremde Besatzer, sondern – basierend auf einem rassistischen Volksbegriff – auch Mitglieder einer vermeintlich minderwertigen Volksgruppe?
Fakt ist, dass die Gruppenmitglieder selbst in den behördlichen Vernehmungen immer nur von der Motivlage sprachen, die amerikanischen Besatzer einzuschüchtern und zum Abzug zu bewegen. Allerdings handelte es sich bei den einfachen GIs, auf die die Hepp-Kexel-Gruppe ja zielte, vielfach um Schwarze Menschen:
„Bemerkenswert ist, dass deutsche Garnisonsstädte vor allem unter afroamerikanischen GIs hoch im Kurs standen, die damals rund zwölf Prozent der US-Truppen stellten. Denn in den amerikanischen Südstaaten galt noch die gesetzliche ‚Rassentrennung‘. In der Armee war die Segregation zwar offiziell abgeschafft, de facto aber sehr wohl existent, besonders in der Freizeit. Außerhalb der Kaserne konnte ein Schwarzer in Frankfurt, Gießen oder Darmstadt jedoch tun und lassen, was er wollte“ (Bavendamm: Einleitung, S. 12f.).
Diese Freiheit stieß jedoch auch an Grenzen, denn vielfach wurden Schwarze Soldaten damals mit Rassismus konfrontiert: So hatten „deutsche Frauen mit afroamerikanischen Partnern [...] fast überall einen schweren Stand“ (ebd., S. 13). Und wenn aus solchen Beziehungen Kinder entstanden, hatten diese mitunter mit starken rassistischen Diskriminierungen zu kämpfen (vgl. Schmelzer: Geschichte antirassistischer Bewegungen).
Inwieweit die Aktivitäten der Hepp-Kexel-Gruppe, deren Mitglieder aus rechtsextremen oder neonazistischen Organisationen stammten, auch von solchem Rassismus getrieben waren, ist bis heute unklar.
MD
(Erst-)Veröffentlicht am: 24.4.2026
Zuletzt redaktionell aktualisiert am: 24.4.2026
Weiterführende Informationen
Quellennachweise:
- Berliner Morgenpost: 3300 Terroristen stehen Gewehr bei Fuß, 23.2.1983.
- ARD: Tagesthemen, 21.2.1983.
- Bundeskriminalamt: Beschuldigtenvernehmung Odfried Hepp, Mannheim, 4.10.1990, in: GLAK N Hepp, Nr. 64.
- Hessisches LKA: Zeugenvernehmung, Frankfurt, 29.12.1982, in: GLAK N Hepp, Nr. 32.
- Hessisches LKA: Vernehmung, 20.12.1982, in: GLAK N Hepp, Nr. 32.
- Bavendamm, Gundula: Einleitung, in: Gundula Bavendamm (Hrsg.): Amerikaner in Hessen. Eine besondere Beziehung im Wandel der Zeit, Hanau 2008, S. 10–18.
- Bavendamm, Gundula: Einmarsch und Besatzung, in: Gundula Bavendamm (Hrsg.): Amerikaner in Hessen. Eine besondere Beziehung im Wandel der Zeit, Hanau 2008, S. 19–41.
- Bavendamm, Gundula: Neuanfang und Wiederaufbau, in: Gundula Bavendamm (Hrsg.): Amerikaner in Hessen. Eine besondere Beziehung im Wandel der Zeit, Hanau 2008, S. 51–83.
- Halsey, Torsten: Little America oder die Militärgemeinden, in: Gundula Bavendamm (Hrsg.): Amerikaner in Hessen. Eine besondere Beziehung im Wandel der Zeit, Hanau 2008, S. 93–125.
- Bavendamm, Gundula: Unter dem Eindruck von Vietnam, in: Gundula Bavendamm (Hrsg.): Amerikaner in Hessen. Eine besondere Beziehung im Wandel der Zeit, Hanau 2008, S. 175–197.
- Halsey, Torsten: Hessen – Schauplatz für den Dritten Weltkrieg, in: Gundula Bavendamm (Hrsg.): Amerikaner in Hessen. Eine besondere Beziehung im Wandel der Zeit, Hanau 2008, S. 207–227.
- Hepp, Odfried, Stellungnahme vor dem OLG Frankfurt, 13.10.1987, in: GLAK N Hepp, Nr. 62.
- Muschiol, Darius: Einzeltäter? Rechtsterroristische Akteure in der alten Bundesrepublik, Göttingen 2024.
- Hessisches Landeskriminalamt Wiesbaden: Vernehmungsniederschrift Odfried Hepp, Frankenthal, 4.2.1987, in: GLAK N Hepp, Nr. 98.
- Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof: Anklageschrift, Karlsruhe, 27.5.1987, in: GLAK N Hepp, Nr. 33.
- Frankfurter Allgemeine Zeitung: Die amerikanischen Soldaten sorgen sich um ihre Familien, 2.11.1982.
- Die Welt: Zugriff, 19.2.1983.
- Die Welt: Den rechtsradikalen Bombenlegern ging es vor allem ums Geld, 23.9.1983.
- Hessische Landeszentrale für politische Bildung: „Vorwärts im antiimperialistischen Befreiungskampf“ – Entstehungsgeschichte und Gründung der Hepp-Kexel-Gruppe 1982, o.D., (zuletzt abgerufen am 12.4.2026).
- taz: Beethoven gegen Mac Donald?, 6.4.1983.
- Schmelzer, Pablo: Geschichte antirassistischer Bewegungen in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945, 2023, bpb (zuletzt abgerufen am 12.4.2026).
Weiterführende Literatur und Informationen (Auswahl):
- Höhn, Maria: Amis, Cadillacs and ‘Negerliebchen’. GIs im Nachkriegsdeutschland, Berlin 2008.
- Maegerle, Anton; Roth, Linda: Vom Rechtsterroristen zum Mahner gegen Rechtsextremismus: Odfried Hepp, in: RECHTS.GESCHEHEN 7, Mai 2023, S. 10–16.
- Manthe, Barbara: Terror von rechts. Die Geschichte einer andauernden Gefahr, München 2025.
- Muschiol, Darius: Einzeltäter? Rechtsterroristische Akteure in der alten Bundesrepublik, Göttingen 2024, DOI: https://doi.org/10.46500/83535724.
- Roth, Linda: Der Nachlass eines Rechtsterroristen, in: RECHTS.GESCHEHEN 7, Mai 2023, S. 6–9.
- Winterberg, Yury; Peter, Jan: Der Rebell. Odfried Hepp - Neonazi, Terrorist, Aussteiger, Bergisch Gladbach 2004.
- Winterberg, Yury; Peter Jan: Der "Rebell", 2004 (1 DVD-Video, ca. 93 Min.)
- Wolf, Robert: Die „Abkehr vom Hitlerismus“ als Neupositionierung einer bewaffneten antiimperialistischen Avantgarde?, in: Hendrik Puls/ Fabian Virchow (Hrsg.): Rechtsterrorismus in der alten Bundesrepublik. Historische und sozialwissenschaftliche Perspektiven, Wiesbaden 2023, S. 129–154.
Zuordnungen
Bestandsübersicht
Folgend finden Sie Archivbestände, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
antifaschistisches pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V. (apabiz)
- Walter Kexel, Odfried Hepp: „Abschied vom Hitlerismus“, Abdruck in: Schwarzer Rebell, 4/1985 sowie Reaktionen darauf aus der Szene
- einzelne Flugblätter/Pressemitteilung von Walter Kexel
- Volkssozialistische Bewegung Deutschlands (VSBD) – Schriften, Presseerklärungen, Flugblätter
- Walter Kexel, Odfried Hepp: „Abschied vom Hitlerismus“, Abdruck in: Schwarzer Rebell, 4/1985 sowie Reaktionen darauf aus der Szene
- einzelne Flugblätter/Pressemitteilung von Walter Kexel
- Volkssozialistische Bewegung Deutschlands (VSBD) – Schriften, Presseerklärungen, Flugblätter
- Walter Kexel, Odfried Hepp: „Abschied vom Hitlerismus“, Abdruck in: Schwarzer Rebell, 4/1985 sowie Reaktionen darauf aus der Szene
- einzelne Flugblätter/Pressemitteilung von Walter Kexel
- Volkssozialistische Bewegung Deutschlands (VSBD) – Schriften, Presseerklärungen, Flugblätter