Archive stellen sich vor - Das FrauenStadtArchiv Hamburg

Von Cäcilia Maag

Seit 2018 gibt es das FrauenStadtArchiv Hamburg zur Dokumentation der verbandlich organisierten Frauenarbeit in Hamburg. Der Landesfrauenrat Hamburg e. V. (LFR) möchte mit diesem Archiv die Hamburger Frauengeschichte für die Zukunft bewahren und künftigen Generationen zugänglich machen. Gefördert von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung und Bezirke erschließt und sammelt das FrauenStadtArchiv Hamburg Materialien zur Geschichte Hamburger Frauen und Frauenorganisationen und stellt es einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung. Es ist ein sich ständig weiterentwickelndes Projekt, das das Anliegen des Landesfrauenrats Hamburg e. V., Frauenarbeit in der Stadt sichtbar zu machen, um die historische Perspektive ergänzt. Zudem organisiert das Archiv Veranstaltungen und Ausstellungen und ist ein außerschulischer Begegnungs- und Lernort für Hamburger Frauengeschichte und frauenemanzipatorische Entwicklungen in vielfältigen gesellschaftlichen Bereichen.  

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FrauenStadtArchiv Hamburg Webbanner / © FSAH

Das Archiv sammelt Unterlagen aus den Mitgliedsverbänden des LFR sowie zu den Frauen, die sich in diesen besonders verdient gemacht haben. Im Bestand befinden sich u.a. Dokumente des Hamburger Frauenrings, der Arbeitsgemeinschaft Hamburger Frauenorganisationen (ahf), Foto- und Videoaufnahmen der Verbraucherinnenmesse „Du und Deine Welt“ sowie Nachlässe, u.a. von Emmy Beckmann und Clémence Budow. Neben Korrespondenzen und Protokollen, Programmen und Berichten finden sich biografische Informationen wichtiger Hamburger Frauenpersönlichkeiten. Der Bestand wächst stetig.

Das Archiv arbeitet eng mit dem i.d.a.-Dachverband (Dachverband deutschsprachiger Lesben-/Frauenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen) und dem DDF (Digitales Deutsches Frauenarchiv) zusammen und führt seit 2021 Digitalisierungsprojekte durch.

Unter dem Titel „Perspektiven migrantisierter Frauen in Hamburg anhand des Deutsch-Türkischen Frauenverbands und dem Migrantinnen Bund Hamburg e. V.“ startete das FrauenStadtArchiv, gefördert durch das DDF, am 01. Januar 2023, das aktuelle Digitalisierungsprojekt. Ziel ist, gemeinsam mit den beiden Verbänden, die Erfassung und Erschließung ihrer Geschichte. Mit dem Schwerpunkt auf Zeitzeuginnen-Interviews soll die migrantisierte Frauenbewegung in Hamburg sichtbar und, u.a. durch Digitalisierung, nachhaltig einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Neben der ersten Generation von Frauen, die in den 1960er-Jahren nach Deutschland kamen, sollen auch ihre Töchter und Enkelinnen Gehör finden. Themen wie Stigmatisierung und Bevormundung, aber auch Selbstermächtigung durch die verbandliche Organisation, werden ebenso angesprochen wie die sogenannte „Gastarbeit“ selbst.“ 

Bestandsübersicht des FrauenStadtArchiv Hamburg im Archivportal-D.

Kontakt

Cäcilia Maag

Archivleitung

Grindelallee 43
20146 Hamburg

 

Tel.: 040/4226090
Email: info [at] frauenstadtarchiv.hamburg
Website: https://frauenstadtarchiv.hamburg/

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